Promi Big Brother 2014: Was ist mit Michael Wendler passiert?

Michael Wendler im 'Promi Big Brother'-Haus
Sänger Michael Wendler gibt sich bei 'Promi Big Brother' ungewohnt zurückhaltend.

Von Esther Hetzert

Irgendwie wird man aus dem Kerl nicht schlau. Jahrelang macht er einen auf Super-Macho, und als man es Michael Wendler fast abgekauft hätte, da kracht die Fassade zusammen. So geschehen im Januar 2014, als er bei 'Ich bin ein Star – holt mich hier raus' nach nur vier Tagen ebendiesen Satz rief. Was hat er nach seinem freiwilligen Ausstieg rumpalavert, woran’s gelegen hat, nur um nicht als 'Dschungel-Memme' in die Annalen einzugehen (was natürlich trotzdem geschah). Da war der Wendler mitsamt Kind schon längst in den Brunnen gefallen.

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Nun also versucht er’s mit einer neuen Reality-Show – und diesmal will er durchhalten im 'Promi Big Brother'-Container. Und was soll man sagen? Der Wendler, wie man ihn hier erlebt, hat kaum was gemein mit dem Dschungel-Loser. Er bringt sich ins Team ein, übernimmt Aufgaben, ist zurückhaltend, fast schon still. Sollte sich im Macho Wendler etwa ein kleiner, sensibler Michael befinden?

An Tag 11 im Container jedenfalls machte er aus seinen Gefühlen kein Geheimnis. Sogar Tränen wurden verdrückt, als er gestand: "Wenn du massiv über Jahre niedergeschrieben wurdest wie ich, dann hast du irgendwann einen Schutzpanzer. Aber hier 'Unten' war es so, dass ich, je mehr ich mich geöffnet und von mir erzählt habe, umso respektvoller behandelt wurde."

Und fügt hinzu: "Ich bin mit ausgebreiteten Armen rumgelaufen und habe gesagt: 'Schaut her, ich bin die geilste Sau der Welt.' Und dann kannst du dir natürlich nicht so etwas leisten, was ich im Dschungel gebracht habe." Klingt geläutert, nur: Kauft man es ihm auch ab? Nicht wirklich. Das ist eben das Problem bei Menschen, die einem zu lange was vorgespielt haben – und sei es noch so durchschaubar gewesen. Auch wenn sie 'echt' sind, glaubt man ihnen irgendwann nicht mehr.

Wie also kann dem Mann geholfen werden? Da fällt mir eigentlich nur eins ein: Kalter Medien-Entzug! Ein ganzes Jahr soll er von der Bildfläche verschwinden. Ob er das schaffen würde? Vermutlich nicht. Zu abhängig scheint er vom (öffentlichen) Feedback. Wie sonst wäre zu erklären, dass er sich nach seiner Tränenbeichte ausgerechnet an den 'Master of Manipulation', Ronald Schill, wendet, der ihn zuvor getröstet hatte, und ihm für die "ehrlichen und lieben Worte" dankt.

Ehrliche, liebe Worte? Ausgerechnet vom 'Seelenfänger' Ronald Schill? Da sollten eigentlich alle Alarmglocken schrillen. Beim Wendler aber schrillt nichts, nicht mal ein Glöckchen. Und so ist wohl kaum zu erwarten, dass er ein Jahr in Klausur gehen könnte – ohne Presse, ohne öffentliche Aufmerksamkeit. Ach, Michael, nun komm‘ doch endlich mal zur Ruhe! Ganz tief drinnen bist du bestimmt ein ganz, ganz Lieber!

Bilderquelle: Sat 1

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