Prinzessin Mette-Marit spricht über ihren Vater

Prinzessin Mette-Marit spricht über ihren Vater
Mette-Marit: "Keiner meiner Freunde wusste, dass mein Vater Alkoholiker war" © REUTERS, ARND WIEGMANN

"Es gab so viel, das unausgesprochen blieb“

So offen wie jetzt bei den norwegischen Literaturtagen hat Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen noch nie über ihre Vergangenheit und ihr schwieriges Verhältnis zu ihrem mittlerweile verstorbenen Vater Sven O. Hoiby gesprochen. "Als mein Vater starb, gab es so viel, das unausgesprochen blieb.“

Mette-Marit hatte es wahrlich nicht leicht. Schon in frühesten Kindertagen sah sich die heute 40-Jährige mit der schweren Alkoholsucht ihres Vater konfrontiert: „Als Kind hatte ich immer das Gefühl, etwas verstecken zu müssen, weil keiner meiner Freunde wusste, dass mein Vater Alkoholiker war", so die Prinzessin auf der Literaturreise.

Als sie elf Jahre alt war, folgte die Scheidung ihrer Eltern, später heiratete ihr Vater eine Stripperin. Als Mette-Marit dann Kronprinz Haakon von Norwegen heiratete, sorgte ihr Vater wieder für einen handfesten Skandal. So nutzte er den neu gewonnenen Status seiner Tochter gnadenlos aus, um Kinderfotos und private Informationen seiner Tochter an die Presse zu verkaufen.

Dennoch hat die Prinzessin nie ganz den Kontakt zu Sven O. Hoiby abgebrochen. Sogar bei der Taufe ihrer Tochter Prinzessin Alexandra (10) im Jahre 2004 war er dabei. Ein richtig, inniges Verhältnis konnten Vater und Tochter dennoch nie zueinander aufbauen: "Als mein Vater starb, gab es so viel, das unausgesprochen blieb. Viele Dinge, die ich nicht verstanden habe und vieles, bei dem ich mir selbst die Schuld gab“, so die Prinzessin weiter. 2007 starb ihr Vater schließlich an Lungenkrebs.

Bildquelle: Reuters

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