Prinz Marcus von Anhalt: Vier Jahre Haft wegen Steuerhinterziehung

Prinz Marcus von Anhalt muss wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis
In Augsburg fiel das Urteil für Prinz Marcus von Anhalt © dpa, Karl-Josef Hildenbrand

Der 'Prnz Protz' soll rund 800.000 Euro hinterzogen haben

Für Prinz Marcus von Anhalt kommt’s jetzt richtig dicke: Der Nachtclubbesitzer muss für vier Jahre hinter Gittern, weil er Steuern hinterzogen hat. Das entschied jetzt das Landgericht Augsburg.

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Mehr als 800.000 Euro hat der selbst ernannte Prinz hinterzogen, indem er die Kosten für die private Nutzung von sechs Luxusautos als betriebliche Ausgaben geltend gemacht hat. Außerdem soll der 48-Jährige Geld in der Schweiz am deutschen Fiskus vorbeigeschmuggelt haben.

Dafür kassiert der sogenannte 'Prinz Protz‘, der seinen Adelstitel von Frederic Prinz von Anhalt gekauft hat, nun die Rechnung. Dass die Strafe, vor allem im Vergleich zu Uli Hoeneß, der eine deutlich größere Summe hinterzogen hatte, so hoch ausfiel, soll an dem langen Vorstrafenregister des Adoptivprinzen liegen, unter anderem wegen Zuhälterei, Trunkenheitsfahrt und Verwendens verfassungsfeindlicher Kennzeichen – er hatte Polizisten den Hitler-Gruß gezeigt. Der 48-Jährige soll nach Ansicht des Gerichts außerdem bei seinen Taten stets zielgerichtet vorgegangen sein.

Prinz Marcus von Anhalt soll vor Gericht kein Geständnis abgelegt und das Urteil nur sehr widerwillig entgegen genommen haben. Er ist angeblich davon überzeugt, dass das Strafmaß nur deswegen so hoch ist, weil er sein Geld im Rotlichtmilieu verdiene. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, seine Anwälte kündigten aber bereits an, auf Revision zu prüfen.

Bildquelle: dpa

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