Prinz Johan Friso ist wieder in den Niederlanden

In Den Haag kümmert sich Frisos Mutter, Prinzessin Beatrix,, um ihn.
Nach seinem Unfall ist Prinz Joahn Friso aus London nach Den Haag verlegt worden. © Getty Images, Michel Porro

Er zeigt kleine Regungen

Seit inzwischen 17 Monaten liegt Prinz Friso im Koma, doch jetzt gibt es einen Funken Hoffnung, dass er vielleicht doch eines Tages wieder aufwacht. Friso hat ein "minimales Bewusstsein", erklärt der niederländische Adelsexperte Marc van der Linden. In einem Interview mit dem niederländischen TV-Sender RTL Nieuws sagte er, dass Friso kleine Reaktionen zeige. Er kneife seine Augen zusammen und krümme seine Hände bei Schmerzen. Kommunikation sei aber nicht möglich, so van den Linden.

- Anzeige -

Der 44-Jährige wird von einem extra zusammengestellten Team von Ärzten in einem Teil des Königspalastes betreut. Van der Linden berichtet, man ziele bei der Behandlung darauf hin, dass Friso sich irgendwann bemerkbar machen kann, wenn er Schmerzen hat, seinen Namen sagt oder mit den Augen folgen kann.

Die niederländische Königsfamilie sei froh, ihn nach eineinhalb Jahren wieder bei sich zu haben. Frisos Frau, Prinzessin Mabel (44), und die gemeinsamen Töchter Luana (8) und Zaria (7) werden den Sommer in Den Haag verbringen. Dort soll über die weitere Versorgung des Prinzen entschieden werden. Ob das in den Niederlanden oder weiterhin in Großbritannien geschehen soll, werde untersucht, erklärte der Hof. "In den kommenden Monaten werden alle Optionen dafür in Abstimmung mit Experten untersucht."

Prinz Friso war am 17. Februar 2012 beim Skilaufen im österreichischen Lech von einer Lawine mitgerissen worden. Gemeinsam mit einem Freund hatte er trotz hoher Lawinengefahr die Piste verlassen. 25 Minuten lag er ohne Sauerstoff unter den Schneemassen. Bereits im Krankenhaus in Innsbruck hatten die Ärzte von unwiederbringlichen Hirnschäden gesprochen. Im März 2012 war Friso in das Wellington-Krankenhaus an seinem Wohnort London verlegt worden.

Bild: Getty

— ANZEIGE —