Prinz Friso war ein "fröhlicher und offener Mensch"

So war Prinz Johan Friso
Prinz Friso starb knapp anderthalb Jahre nach seinem Lawinenunglück © dpa, Toussaint Kluiters

So war sein Leben

Prinz Friso, der zweite Sohn von Prinzessin Beatrix, der ehemaligen Königin der Niederlande, galt als sehr intelligent. Er schloss drei Studien erfolgreich ab: Ingenieur, Luft- und Raumfahrttechnologie und Betriebswirtschaft. Schnell machte er Karriere unter anderem bei der Bank Goldman Sachs in London und dem niederländischen Forschungsinstitut TNO in Delft. Zuletzt war Friso Finanzchef der internationalen Atomfirma URENCO in London.

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Seine Verlobung mit der bürgerlichen Mabel Wisse Smit am 30. Juni 2003 hatte seinerzeit für einen großen Skandal in den Niederlanden gesorgt, denn Mabel hatte verschwiegen, dass sie Jahre zuvor mit einem berüchtigten Drogenboss liiert war. Unter starkem politischen Druck verzichtete Friso darauf, das Parlament offiziell um Zustimmung zur Hochzeit zu bitten und verlor so seinen Platz in der Thronfolge. Das Paar gab sich 2004 in Delft das Jawort und bekam zwei Töchter: Luana (8) und Zaria (7).

Dann folgte das tragische Unglück: Beim Skilaufen im österreichischen Lech wird Friso von einer Lawine mitgerissen. Gemeinsam mit einem Freund hatte er trotz hoher Lawinengefahr die Piste verlassen. 25 Minuten lag er ohne Sauerstoff unter den Schneemassen. Bereits im Krankenhaus in Innsbruck hatten die Ärzte von irreparablen Hirnschäden gesprochen.

Im Juli 2013 kehrte er in sein Elternhaus Huis ten Bosch in Den Haag zurück. Sein Zustand war unverändert. Er sollte nie wieder aus dem Koma erwachen.

Die Todesnachricht vom 12. August löste große Trauer aus. Auch Ludwig Muxel, der Bürgermeister von Lech am Arlberg, ist sehr betroffen. Er kannte den Prinzen seit Kindesbeinen. Er habe Friso als "zurückhaltenden, aber sehr fröhlichen und offenen Menschen und Freund gekannt", berichtet die Nachrichtenagentur 'spot on news'.

Bildquelle: dpa

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