‘Polarkreis 18‘ – Expedition in musikalisches Neuland

Felix Räuber Frontmann Polarkreis 18
Sänger Felix Räuber bei einem Auftritt der Band ‘Polarkreis 18‘ in Hamburg © picture-alliance / Jazz Archiv, Isabel Schiffler

Musik und abgefrorene Zehen

Die Popgruppe ‘Polarkreis 18‘ fand sich um die Weihnachtszeit 1997 in Dresden zusammen; die einzelnen Gründungsmitglieder hatten bereits eigene musikalische Projekte realisiert.

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Namentlich zu erwähnen sind hierbei ‘Adrenaline‘, ‘Jack of all Trades‘ und ‘NBI‘ – die meisten davon eher punk- oder metallastig. Inspiriert durch die britische Rockband ‘Blur‘ entschlossen sich die jungen Künstler jedoch, musikalisches Neuland zu betreten und verlagerten ihren Fokus auf experimentelle Klänge: Sie kombinierten verschiedene Musikgenres, darunter Pop, Synthie-Pop, Indietronic und Postrock und kreierten daraus einen später für die Gruppe charakteristischen neuartigen Sound. Ebenso individuell wie ihren Stil gestalteten die jungen Musiker auch ihren Bandnamen.

Laut eigenen Angaben basiert der Name ‘Polarkreis 18‘ auf der Polarexpedition des Vaters eines gemeinsamen Freundes. Dieser hatte aufgrund seiner mangelhaften technischen Ausrüstung während der Reise zwei Zehen verloren, sodass ihm bei seiner Heimkehr nur noch acht verblieben. Angelehnt daran ist auch das Motiv der Bandmitglieder im Eiswürfel, das alsbald die Cover der Alben zierte und schnell zum Charakteristikum von ‘Polarkreis 18‘ wurde.

Die Besetzung der Band variierte im Laufe der Jahre; zuletzt setzte sie sich aus Felix Räuber, dem Leadsänger der Gruppe, Philipp Makolies, dem Gitarristen, dem Schlagzeuger Christian Grochau sowie Uwe Pasora, dem Bassisten, und dem Pianisten und Trompeter Ludwig Bauer zusammen.

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