Hollywood Blog by Jessica Mazur

Plus-Size-Bloggerin Simone Mariposa startet Gegenangriff

Plus-Size-Bloggerin Simone Mariposa startet Gegenangriff
Plus-Size-Bloggerin Simone Mariposa ist stolz auf ihre Kurven.

Diese Frauen haben die Nase voll vom Cyber-Bullying

Im englischsprachigen Netz gibt es unzählige Seiten, die uns Frauen lehren wollen, wie wir uns unserer Körperform entsprechend zu kleiden haben. „Shop your shape“ zum Beispiel. Oder „How to dress your body type“. Und auch in den US-Magazinen findet man jede Woche Artikel mit Überschriften wie „The 10 best dresses for your shape“ (Glamour).

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Das ist ja grundsätzlich auch okay, so lange man den Frauen die Entscheidung, ob sie sich nach diesen „Wegweisern“ richten wollen oder nicht, selbst überlässt. Aber genau das machen viele nicht. Denn Cyber-Bullying wird gerade wenn es sich um Körperrundungen handelt, noch immer groß geschrieben. Im „echten“ Leben wird in vielen Fällen zwar meistens „nur“ heimlich hinterm Rücken getuschelt, wenn das Outfit einer unbekannten Person angeblich „unmöglich“ ist, aber im Netz wird den Hass-Kommentaren noch immer freier Lauf gelassen.

Eine, die davon endgültig die Nase voll hat, ist die 23-jährige Simone Mariposa. Simone lebt in LA und ist Plus-Size-Bloggerin. Nachdem sie im Netz vor Kurzem mal wieder über eine „body shaming story“ gestolpert ist, postete sie letzte Woche kurzerhand ein Bikini-Foto von sich und ihren Kurven auf Twitter. Das Ganze versah sie mit den Worten: „I didn´t ask you for your opinion“ (Ich habe dich nicht nach deiner Meinung gefragt). Außerdem kreierte Mariposa den Hashtag #WeWearWhatWeWant (Wir tragen, was wir wollen), und sie forderte die Netzgemeinde auf, ebenfalls Selfies in „angeblich inakzeptablen Outfits“ zu posten.

Jessica Mazur berichtet für VIP.de aus Hollywood.
Jessica Mazur berichtet für VIP.de aus Hollywood.

Was Simone Mariposa zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnte: ihr Hashtag verbreitete sich wie ein Lauffeuer auf Twitter. Inzwischen sind rund 1.500 Frauen aus aller Welt ihrem Aufruf gefolgt. Das #WeWearWhatWeWant Movement schlägt hier in den Staaten sogar so hohe Wellen, dass inzwischen bereits die Cosmopolitan, die Today Show, das Stylist Magazine und die Huffington Post über die Bloggerin und ihre in Gang getretene „Anti-Body Shaming“ Bewegung berichteten. Kein Wunder, dass die 23-Jährige sagt, sie sei ganz überwältigt von der Resonanz.

Die Bloggerin sagt: „Haut zu zeigen, ist nicht für dünne Frauen reserviert. (...) „#WeWearWhatWeWant steht für Frauen, die ihr Selbstvertrauen aufbauen und sich selbst genug lieben, um Barrieren zu brechen und gesellschaftliche Normen in Frage stellen, die vorgeben, was für dickere Frauen angeblich akzeptabel ist.“ Damit spricht sie vielen Frauen aus der Seele, denn täglich werden neue Bilder ins Netz gestellt, die mit Simones Hashtag versehen sind. Und inzwischen schreiben selbst Webseiten wie Refinery29, dass derartige Stilregeln „BS“ sind, und auch die Cosmopolitan nennt die Botschaft dahinter „wunderbar“.

Wer weiß, vielleicht ändert sich ja durch die Bewegung tatsächlich etwas. „The Power of the Hashtag“ ist eben doch nicht zu unterschätzen.

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur.