Plaza der Elbphilharmonie mit Festakt eingeweiht

Elbphilharmonie
Blick in den Großen Saal der Elbphilharmonie. Foto: Christian Charisius © deutsche presse agentur
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Zwei Monate vor der Eröffnung der Elbphilharmonie ist die öffentliche Plaza in 37 Metern Höhe am Freitag mit einem Festakt eingeweiht worden.

Nach knapp zehnjähriger Bauzeit und einer Kostenexplosion wurde das spektakuläre Gebäude der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron zugleich offiziell vom Bauunternehmen Hochtief an die Stadt Hamburg übergeben. Auch das Hotel und die Gastronomie auf drei Etagen öffneten für die Besucher.

"Dass Hamburg sich entschieden hat, die Elbphilharmonie zu errichten, ist eine richtige Entscheidung gewesen", sagte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) im großen Konzertsaal. Ursprünglich sollte das schlagzeilenträchtige Gebäude bereits 2010 eröffnet werden. Die Kosten stiegen von 77 auf 789 Millionen Euro.

Die Elbphilharmonie sei nicht nur ein architektonisch faszinierender Ort, sondern die Besucher könnten auch eines der besten Konzerthäuser der Welt erleben, sagte Scholz. Trotz der immensen Kostensteigerungen und Bauverzögerungen hätten sich am Ende "alle zusammengerauft und es letztlich hingekriegt". Architekt Jacques Herzog sagte: "Wir sind glücklich, weil das Gebäude fertig geworden ist, und wir hoffen, dass die Menschen es lieben werden." Politik könne etwas Positives bewegen in einer Stadt, das sei ein wichtiges Zeichen. Der Hochtief-Chef Marcelino Fernández Verdes betonte: "Eine der gewaltigsten baulichen Herausforderungen ist zu ihrem geplanten Ende gekommen."

Der Grundstein für die "gläserne Welle" auf einem alten Kaispeicher im Hamburger Hafen wurde im April 2007 gelegt. Bereits beim Richtfest im Mai 2010 war klar, dass das Konzerthaus viel teurer werden wird als geplant. Eine unfertige Planung und überforderte Politiker seien der Grund für das Baudebakel gewesen, stellte ein Untersuchungsausschuss fest. Die Elbphilharmonie, die am 11. Januar 2017 mit einem Konzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters eröffnet wird, soll einmal zu den zehn besten Konzerthäusern der Welt gehören.


Quelle: DPA
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