Phil Rudd: Todesdrohungen wegen "Stress"

Phil Rudd: Todesdrohungen wegen "Stress"
Vor Gericht statt auf Tournee: AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd © ddp images

AC/DC-Drummer Phil Rudd (60) macht reinen Tisch: Vor Gericht bekannte er sich schuldig, einem Mann mit dem Tod gedroht zu haben. Nun sprach er auch erstmals in der Öffentlichkeit über den Vorfall. "Mir ist klar, dass das nicht richtig war", erklärte er dem australischen Nachrichtenmagazin "A Current Affair". Rudd hatte seinen ehemaligen persönlichen Assistenten bedroht, nachdem sein Solo-Debüt "Head Job" im August 2014 gefloppt war. "Ich war zu der Zeit sehr gestresst", sagte der Musiker. "Der Start des Albums war ein verdammtes Desaster. Deshalb war ich wirklich angepisst."

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AC/DC-Drummer vor Gericht

Rudd hatte einen Monat nach dem Veröffentlichungs-Debakel seinem Assistenten am Telefon gedroht, ihn umzubringen. Später soll er einen weiteren Mitarbeiter gebeten haben, den ungeliebten Angestellten zu beseitigen. Dafür soll Rudd ihm 200.000 Dollar, ein Motorrad und die Wahl zwischen einem seiner Autos oder einem Haus angeboten haben - der Angesprochene ließ sich trotzdem nicht zu einer neuen Laufbahn als Killer überreden. Der versuchte Auftragsmord kam mangels Beweisen nicht zur Anklage. Rudd musste sich dafür wegen der Drohung verantworten, während einer Durchsuchung seines Hauses im neuseeländischen Tauranga wurden außerdem Drogen gefunden. Nach seinem Schuldbekenntnis ist der Drummer gegen Kaution auf freiem Fuß, das Urteil soll am 26. Juni verkündet werden. Für die Todesdrohung drohen Rudd bis zu sieben Jahre Gefängnis.

Besonders schmerzt Rudd offenbar, dass sein Verhältnis zu seinen AC/DC-Kollegen unter den Vorfällen gelitten hat. "Ich habe ihnen einen Brief geschrieben, ich habe versucht, Kontakt mit Angus zu bekommen", berichtete der langjährige Schlagzeuger der Kult-Hardrocker. "Ich habe niemanden erreicht. Ich bin sehr enttäuscht, aber so ist nun mal das Leben." Für ihre kommende Welt-Tournee haben AC/DC Chris Slade als Drummer zurückgeholt, eine endgültige Entscheidung über Rudds Verbleib in der Band steht offenbar noch aus. Der zumindest bleibt optimistisch: "Es wird noch eine Tour geben und noch eine, und ich werde dabei sein", sagte Rudd. "Das wird so weitergehen, bis wir alle tot sind."

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