Peter Schamoni - während seiner Karriere produzierte er viele Kurz- und Dokumentarfilme

Filmregisseur Peter Schamoni
Peter Schamoni auf dem 22. Filmfest in Dresden © picture alliance / dpa, Oliver Killig

Produzent zahlreicher Kurz- und Dokumentarfilme

Während seines Studiums arbeitete Peter Schamoni als Regieassistent an den ‘Staatstheatern‘ in München und in Stuttgart und absolvierte parallel dazu bei der deutschen Schauspielerin Ruth von Zerboni eine Schauspielausbildung.

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Schließlich versuchte er sich an der Produktion experimenteller Kunstfilme. Bereits sein erster Kurzfilm, die Dokumentation ‘Moskau 1957‘ über die ‘6. Weltjugendfestspiele‘, wurde vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss mit dem ‘Photokinapreis‘ von ‘Jugend filmt‘ ausgezeichnet. Im Jahr 1962 war Peter Schamoni im Rahmen der ‘8. Westdeutschen Kurzfilmtage‘ einer der Autoren des ‘Oberhausener Manifests‘. In diesem forderten insgesamt 26 Filmemacher im Rahmen einer Pressekonferenz unter dem Slogan ‘Papas Kino ist tot‘ eine Modernisierung der Filmproduktion in Westdeutschland.

Darüber hinaus erhoben die Künstler die Forderung nach der Schaffung eines neuen deutschen Spielfilms. Heute wird dieses Manifest als Geburtsstunde des deutschen Films in seiner heutigen Form angesehen. Insgesamt produzierte Peter Schamoni in den 1960er-Jahren über 30 Spiel- und Dokumentarfilme. Etliche davon wurde bei den ‘Westdeutschen Kurzfilmtagen Oberhausen‘ gezeigt. Sein erster Spielfilm, ‘Schonzeit für Füchse‘ (1965), prangerte die Treibjagd als Symbol einer grausamen Gesellschaft an. Für diese Produktion wurde Schamoni im Jahr 1966 mit drei ‘Deutschen Filmpreisen‘ und dem ‘Silbernen Bären‘ der ‘Filmfestspiele in Berlin‘ ausgezeichnet. In dieser Zeit ging Peter Schamoni eine enge künstlerische Bindung mit dem französischen Filmproduzenten Anatole Dauman ein.

Durch die Kooperation der beiden entstanden die Dokumentationen ‘Daddy‘ und ‘La bête‘. Außerdem produzierte Schamoni zu dieser Zeit Filme seines jüngeren Bruders Ulrich. Dazu zählen ‘Alle Jahre wieder‘ oder ‘Quartett im Bett‘. ‘Zur Sache, Schätzchen‘, der Kultfilm von May Spil aus dem Jahr 1967 mit Uschi Glas und Werner Enke in den Hauptrollen, wurde zu seinem größten Erfolg als Filmproduzent. Er wurde 1968 mit der ‘Goldenen Leinwand‘ ausgezeichnet. Der Höhepunkt seiner Karriere war die ‘Oscar‘-Nominierung in der Kategorie ‘Bester Dokumentarfilm‘, die er im Jahr 1973 für ‘Hundertwassers Regentag‘ bekam.

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