Hollywood Blog by Jessica Mazur

'Pet Yoga' hat Hollywood fest im Griff

Crossfit Yoga mit Pferd
Crossfit Yoga mit Pferd © Instagram

Hollywood Blog von Jessica Mazur

Ich liebe es früh morgens auf unserem Balkon Yoga zu machen. Von unserem kleinen Häuschen in den Hollywood Hills aus habe ich einen tollen Blick auf LA, die Luft ist zu diesem Zeitpunkt noch einigermaßen sauber, und alles, was ich brauche, ist meine Yoga-Matte, meinen Yoga-Gurt UND... unser Goldfischglas. Ja, sorry. Andere Haustiere haben wir im Moment leider nicht. Und da 'Yoga with Pets' nun mal DER Trend ist im Moment, müssen eben unsere Goldfische Emma und Totti herhalten. 

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Klar, so ganz 'en vogue' bin ich mit meinen beiden Fischen natürlich nicht. Denn wenn man einen Blick auf die Tiere wirft, mit und neben denen die Yogis derzeit ihren "herabschauenden Hund" praktizieren, können die zwei eigentlich abtauchen. Dass „Doga“, also Yoga mit Hunden, immer beliebter wird, ist ja schon länger bekannt. Hier in LA eröffnet ein Doga-Studio nach dem anderen, und auch Celebritys wie Gisele Bündchen oder Hilaria Baldwin posten regelmäßig Pics auf Instagram, auf denen sie entweder mit oder neben ihren haarigen Vierbeinern trainieren. 

Doch darüber hinaus werden auch Yoga-Klassen mit Pferden immer beliebter. Bei den „Yoga on a horse“ Klassen in Agoura Hills, zum Beispiel, treffen sich regelmäßig Yogis, um auf den Rücken von Pferden die Baum-Pose und andere Übungen zu absolvieren. Wer lieber auf dem Boden bleiben möchte, kann inzwischen aber auch neben Ziegen praktizieren. Oder vielleicht doch lieber 'Yoga with Bunnys'? Auch kein Problem...

Für führende Yoga-Gurus da draußen ist der „Pet Trend“ nicht weiter erstaunlich. Nach Jahren, in denen es – zumindest in den hippen Yoga-Studios in LA und NY – bei vielen in erster Linie darum ging, wer die neuste 'Lululemon'-Yogapants trug und welche Frisur möglichst Instagram-tauglich ist, sind die Tiere jetzt so eine Art Gegenbewegung. „Die Leute wollen eine Verbindung mit der Unschuld der Tiere herstellen“, so die bekannte Kundalini-Lehrerin Guru Jagat gegenüber dem Shape Magazine. „Alles ist so kompliziert und unnatürlich geworden, dass wir uns nach Dingen sehnen, die einfach und unschuldig sind.“ Oder anders gesagt: die Leute suchen eine Verbindung, die tiefer geht als die zu ihrem Smartphone. Und dafür sind die Vierbeiner anscheinend genau richtig.

Ja, da mag was dran sein. Denn die Leute in Los Angeles sind inzwischen so verrückt nach „Pet Yoga“, dass sie sogar bereit sind, dafür tief in die Tasche zu greifen. So hat hier zum Beispiel gerade erst ein neues „Cat Café“ eröffnet. Ihr wisst schon, eins dieser Cafés, in die man gehen kann, um beim Kaffee- oder Teetrinken mit Katzen zu kuschelt.

Doch bei „Crumbs & Whiskers“ auf der Melrose Avenue kann man fortan nicht nur KittyCats kraulen, sondern auch „Cat Yoga“ machen. Für schlappe 200 Dollar bekommt man hier dann nicht nur die angeblich „knuddeligste Yogaklasse“ an der man je teilgenommen hat, man darf hinterher auch noch eine Stunde mit den Katzen spielen. WIE BITTE? 200 Dollar?? Für Katzenyoga? Vielleicht sollte ich mal ernsthaft über eine „Hollywood Hills Goldfish Yoga“-Stunde nachdenken. In dieser Stadt haben ganz offensichtlich zu viele Leute zu viel Geld...

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur. 

Jessica Mazur