Peaches Geldof: Drogen-Geheimnisse vor Ehemann Thomas Cohen

Peaches Geldof mit Sohn Phaedra und Ehemann Thomas Cohen
Dieses Bild mit ihrem Sohn Phaedra und ihrem Ehemann Thomas Cohen postete Peaches Geldof im März 2014.

Peaches habe die Drogen vor seinen Augen die Toilette runtergespült

Mehr als zwei Jahre vor ihrem Tod am 07. April 2014 hat Peaches Geldof mit dem Ersatzstoff Methadon gegen ihre Drogensucht gekämpft – ohne Erfolg. Seit vergangenem November habe sie kein Heroin mehr genommen, sei aber im Februar rückfällig geworden, sagte Peaches Ehemann Thomas Cohen in einer Anhörung im englischen Gravesend. Ein paar Wochen nach ihrem Rückfall verstarb die 25-Jährige an einer Überdosis Heroin, wie jetzt offiziell bestätigt wurde.

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"Nach Außen hat Peaches so getan, als wäre alles in Ordnung. Auch ihre Familie hat gesagt, dass Peaches zwar eine wilde Jugend gehabt habe, aber dass jetzt alles bestens sei. Es ist ein ziemlicher Schock, jetzt herauszufinden, dass sie in Wirklichkeit einen wirklich harten Kampf gegen die Heroinsucht geführt hat", fasst der Society-Experte Steve Hargrave im Interview mit RTL die traurige Geschichte zusammen. Die Tochter von Bob Geldof hatte bereits ihre eigene Mutter wegen Heroin verloren. Als Peaches elf Jahre alt war, starb ihre Mutter Paula Yates an einer Überdosis.

Jahrelang und auch während beider Schwangerschaften soll Peaches Methadon genommen haben. Das Mittel ist ein Ersatz für Heroin, der drogensüchtigen Müttern häufig gegeben wird. Oft haben die Säuglinge in den ersten Wochen schwere Entzugserscheinungen. Peaches habe heimlich wieder zum Heroin gegriffen, erklärte ihr Mann.

Cohen, der die Mutter seiner beiden Söhne Astala und Phaedra leblos ausgestreckt auf dem Bett im Gästezimmer des gemeinsamen Hauses entdeckte, berichtete nun vom Kampf der jungen Frau gegen das Gift. Zweieinhalb Jahre lang hatte sie die Ersatzdroge Methadon genommen, aber erst seit vergangenen November die Finger komplett vom Heroin gelassen. Der Musiker erzählte, wie er seiner Frau zusah, als sie das Pulver aus einem Versteck holte und es die Toilette runterspülte. Wöchentlich sei Peaches zum Drogentest gegangen. Er sei sich im Nachhinein nicht sicher, ob die negativen Ergebnisse nicht doch erlogen gewesen seien, so Cohen. Im Februar habe eine Nachricht auf Peaches' Handy ihm klar gemacht, dass die Sucht stärker war.

Thomas Cohen und seine Ehefrau Peaches Geldof
Peaches Geldof soll ihren Ehemann Thomas Cohen über ihre Drogensucht belogen haben. © dpa, Facundo Arrizabalaga

"Man muss sich schon fragen, wer diese Tests überhaupt durchgeführt hat und warum die Ergebnisse nicht mit Peaches' Familie geteilt wurden. Das ist schon alles eher seltsam. Andererseits wird wohl jeder Junkie bestätigen, dass viele Abhängige verdammt gut darin sind, ihre Sucht zu verheimlichen", erklärt Hargrave.

Im Haus fand man unter anderem 80 Nadeln und Heroin im Wert von 700 Euro. Im Arm von Peaches waren offenbar mehrere Einstichlöcher. Der kleine Phaedra soll allein mit seiner Mutter gewesen sein, als seine Mutter starb. Er sei im Nebenzimmer gewesen. "Wenn Thomas mehr gewusst hätte, hätte er ganz sicher seine Kinder nicht mit ihr allein gelassen - oder auch Peaches selbst mehr unterstützt. Dass er nicht daheim war, spricht sehr dafür, dass er die Wahrheit sagt und wirklich glaubte, dass es Peaches im Großen und Ganzen ganz gut geht", sagt Hargrave. Offenbar hat Peaches also ihre Familie und ihre Freunde belogen. Eine bittere Lüge, die sie wohl mit ihrem Leben bezahlt hat.

Bilderquelle: Instagram / dpa bildfunk

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