Paul Walker: Folge deinem Herzen

Paul Walker
Paul Walker © coverme.com

Paul Walker (†40) wollte in alles, was er tat, sein Herzblut stecken.

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Sein vielleicht letztes Interview

Der Schauspieler ('The Fast & the Furious') starb am 30. November bei einem Verkehrsunfall. Das Magazin 'Collider' veröffentlichte nun eines seiner letzten Interviews, das den Hollywoodstar von seiner emotionalen Seite zeigte: "Ich möchte mich gut bei dem fühlen, was ich mache. Es ist cool zu gewinnen, aber ich möchte mich gut dabei fühlen. Man kann in der Maschinerie steckenbleiben. Wir wissen alle, dass wir nicht über unsere Verhältnisse leben sollten. Uns wird immer gesagt, dass wir innehalten und das Leben genießen sollen. Es ist egal, was wir machen - wir vergessen es jedes Mal. Da ist es ganz egal, wer man ist, aber es spricht schon Einiges dafür, dass man es selber macht und richtig bei der Sache ist. Tauch nicht auf und mach es nur halbherzig. Niemand kann deinen Hund mehr lieben als du. Niemand kann eine bessere Tante zu deiner Nichte oder Neffe sein als du. Es hört sich doof an, aber so sehe ich es", betonte der Hollywoodstar und fuhr fort, den Leuten ins Gewissen zu reden: "Wir vergessen das und geraten vom Weg ab und denken zuviel mit dem Kopf. Wenn es dein Herz nicht braucht, lass es sein. Wenn dein Herz dein Ratgeber ist, wirst du immer die richtigen Entscheidungen treffen, auch wenn es wehtut. Selbst wenn es nicht gut ausgeht - wenn du mit voller Energie und Hingabe etwas machst, dann gewinnst du. Ich weiß nicht, wie ich darauf gekommen bin, aber ich bin gerade 40 geworden und habe über die Vergangenheit nachgedacht."

Paul Walker fing seine Filmkarriere 1998 mit Filmen wie 'Deedles - Der Surfer mit dem Brett vor dem Kopf' und 'Pleasantville - Zu schön, um wahr zu sein' an. Als er von 'Collider' gefragt wurde, wie er sich als Darsteller verändert habe, erinnerte sich der Amerikaner an diese Anfänge: "Die Leute, von denen ich dachte, dass sie meine Freunde wären, waren es nicht wirklich. Ich war dieser leicht zu beeindruckende, unschuldige Junge. Ich dachte, ich sei cool. Ich hab viel Gras geraucht, Acid genommen und die entsprechenden Pilze gegessen. Ich dachte, ich kenne mich in der Welt aus. Ich kapierte nicht, dass nicht jeder, der sich als dein Freund ausgibt, auch deiner ist. Damals wurde mir wehgetan und das hat mich geprägt. Das hat mich irgendwie zynisch werden lassen. Ich merkte, dass ich einfach nur Frischfleisch war. Das ist sch****, aber es war die Wahrheit. Es war mir eine Lehre. Es passiert immer noch. Die Branche macht sich da schuldig. Jetzt weiß ich das, aber diese Struktur macht mich immer noch wütend. Nun, so läuft es in der Welt. Es nervt mich, dass es so ist, aber ich überlebte und kam am anderen Ende wieder lebendig heraus und ich habe jetzt mehr als eine Handvoll richtiger Freunde. Es ist ein Wunder, dass ich immer noch hier arbeite, denn ich habe es nie richtig versucht und alles gemacht, um meine Karriere zu sabotieren."

Warum Roger Rodas (†38), der den Unfallwagen fuhr, die Kontrolle über den Porsche verlor, wird immer noch untersucht. Was bleibt, ist der Rat von Paul Walker, seinem Herzen zu folgen und seinen Lieben mehr Zeit zu schenken.

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