Patricia Arquette setzt sich für Frauen ein

Patricia Arquette setzt sich für Frauen ein
Patricia Arquette © Cover Media

Patricia Arquette (47) verbringt schlaflose Nächte, wenn sie an die Situation der Frauen in den USA denkt.

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Gleiches Recht für alle!

Für ihre Nebenrolle in dem Film 'Boyhood' gewann die Schauspielerin zu Beginn des Jahres einen Oscar. Als sie den Award in Empfang nahm, sprach sie über die Dringlichkeit, die Gehälter von Frauen an die ihrer männlichen Kollegen anzupassen und generell über die Gleichberechtigung von Frauen in den USA. Vier Monate später beschäftigt sie dieses Thema nach wie vor so sehr, dass es sie teilweise sogar vom Schlafen abhält.

"Ich weine nachts oft, wenn ich darüber nachdenke, wie viele Frauen sich durchkämpfen müssen, wie viele Kinder sich durchkämpfen müssen", sagte sie im Interview mit 'The Hollywood Reporter'. "Es gibt so viele alleinerziehende Mütter und die Leute raten ihnen, sich anzustrengen und durchzusetzen. Wenn sie sich dann aber zu sehr durchsetzen, dann sind sie gleich Zicken oder zu aggressiv. Frauen hören ständig diese zwiespältigen Botschaften und wir wissen, dass viele Frauen Single-Mütter sind, deshalb sind sie in keiner guten Verhandlungssituation."

Nach dem Plädoyer für die Rechte von Frauen in der "realen Welt" wandte sich Arquette auch den Damen Hollywoods zu. In diesem Zusammenhang kritisierte sie die Filmindustrie für ihre Voreingenommenheit gegenüber dem Alter. "Wir haben das gerade erst bei Maggie Gyllenhaal gesehen, der mit 37 Jahren gesagt wurde, dass sie zu alt sei, um an der Seite eines 55-jährigen Mannes zu spielen. Wir sehen es bei Zoe Saldana, die fast einen Job verlor, weil sie schwanger ist. Wir sind die einzige wohlhabende Nation auf der Welt, in der es keinen bezahlten Mutterschaftsurlaub gibt. Wir sollen unsere Kinder einfach schnell rausdrücken und dann zwei Sekunden später zurück zur Arbeit rennen. Das ist unverschämt", kritisierte sie.

Laut Patricia Arquette wird es zwar eine Weile dauern, bis sich etwas ändert, aber Frauen könnten bereits einen ersten Schritt in die Richtung machen: "Wir müssen das Wort Feministin abschaffen. Wir beschäftigen uns immer noch mit einem altmodischen Konzept von Feminismus aus den 70er Jahren, bei dem Frauen als Männerhasser gelten. Das war ein schlechter Dreh."

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