"Partypiepel" Martin Neuhaus: So geht "Kinderpunk"

"Partypiepel" Martin Neuhaus: So geht "Kinderpunk"
Martin Neuhaus im "Partypiepel"-Clip © Michael Rahn

Mit seiner "garantiert nicht pädagogisch wertvollen" CD "Rotz 'n' Roll Radio - Partypiepel" will Kinderbuchautor Kai Lüftner "eine Brücke schlagen zwischen Jung und Alt. Jeder Musikstil ist vorhanden von Punk bis Klassik. Die Kinder sollen verstehen, wie vielseitig Musik sein kann", erklärte Lüftner im Interview mit spot on news. Ein Bild davon kann man sich mit dem Video "Partypiepel" machen - in dem Schauspieler Martin Neuhaus (40, "Dating Daisy") die Hauptrolle übernommen hat. Ob er auch auf der "Rotz 'n' Roll Radio Partypiepel-Party" in Berlin (31.5, ab 15:30 Uhr) glänzt, verrät er hier.

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Videodreh für Kinderbuch-Star Lüftner

Kommen Sie zur "Partypiepel-Party" im Glitzer-Anzug?

Martin Neuhaus: Na, ich komme auf jeden Fall. Das kann ich mir doch nicht entgehen lassen... Der Glitzer-Anzug ist zwar der Knaller, aber wir haben beim Partypiepel-Dreh ganz schön rumgetobt - die Pailletten sind überall rumgeflogen - und so ist das Schmuckstück leider auf der Strecke geblieben...


Wie kam es dazu, dass Sie die Hauptrolle in dem Clip übernommen haben?

Neuhaus: Ich kenne Kai Lüftner schon viele Jahre. Wir sind in der gleichen Ecke in Berlin aufgewachsen. In den letzten Jahren haben wir immer von der Ferne gekuckt, was der andere so macht. Die Videos NEE! und "Jeburtstach" fand ich klasse. Und als dann der Anruf kam, war klar: Kai - ich bin dabei!


Was gefällt Ihnen an Kai Lüftners Musik und Texten?

Neuhaus: Kai nimmt seine Leute - seine Meute - ernst und trotzdem ist es nicht schwerer Tobak. Man merkt, dass er selber einen kleinen Sohn hat. Da steckt viel Liebe drin. Das ist kein kindgerechtes Pädagogenzeug. Das sind immer kleine Geschichten mit Herz auf'm richtigen Fleck und Berliner Schnauze. So sind wir groß geworden. Und natürlich: Das soll auch Spaß machen. Für mich sind das richtige Hits. Kinderpunk eben.


Was war das Witzigste beim Dreh des Videos?

Neuhaus: Ui, da gab's vieles... Wie wir im Spreetunnel bei Minusgraden völlig ausgeflippt sind oder unsere tollen Tanzstatisten bei der Choreo, ich mit meinen 120 Kilo beim Dirty-Dancing-Stagediving, oder wie die drei Jungs von der Rotznrollradio-Band nachts in Schutzanzügen die Bölsche (das ist die Hauptstraße von Berlin-Friedrichshagen) langspringen... Das Ganze war wie Klassenfahrt oder Ferienlager. Ja, das war auch schon ne Party...


Was macht für Sie eine gute Party aus?

Neuhaus: Na, die Leute! Dass man ausgelassen sein kann und nicht so stocksteif rumsteht. Und natürlich: die Musik!


Sie sind gerade 40 Jahre alt geworden...

Neuhaus: Ach, woher wissen Sie das?


... werden die Partys schon weniger?

Neuhaus: Nein, die Partys werden nicht weniger, sie werden anders. Also zumindest bei mir. Es geht nicht mehr so ums Tanzen oder Baggern, sondern um die Gespräche. Meinen 30. hab ich noch mit 300 Leuten vom Theater und Freibier gefeiert. Am 40. neulich lag ich einfach nur mit Feundin und Hund in einem Weinberg. Na, vielleicht mach ich ja doch noch ne Einladung...


Wie ist Ihr Fazit zur ARD-Vorabendserie "Dating Daisy", in der Sie als Gastwirt Adam zu sehen waren?

Neuhaus: "Dating Daisy" war ein tolles Projekt, einfach, weil wir eine dufte Truppe waren, was man ja vielleicht auch gesehen hat. Und ich durfte hemmungslos berlinern und auch mit Kneipen hab ich ja schon ein bisschen Erfahrung. Leider wird die Serie jetzt nicht fortgesetzt, obwohl ich das für die ARD eine ganz frische Sache fand.


Was steht bei Ihnen in nächster Zeit an Projekten an?

Neuhaus: Ich war grad bei der "SOKO Köln". Da hab ich als Schauspieler einen Schauspieler gespielt, stand also gleichzeitig auf der Bühne und vor der Kamera. Ich glaub, das kommt im Juni ins Fernsehen. Die Folge heißt "Tod eines Wurschtels" und ich bin der Wurschtel. Passt ja irgendwie... Im Sommer werd ich - also wenn jetzt nicht noch kurzfristig die große Hauptrolle vorbeikommt - einen kleinen Antikladen in Mecklenburg aufmachen. Ich hab letztes Jahr einen Dokfilm gedreht und den kann ich dann in aller Ruhe schneiden. Und wer es am 31. nicht zur Partypiepel-Party nach Berlin schafft, da läuft um 20.15 "Die Dienstagsfrauen" im WDR, wo man mich als Bauunternehmer sehen kann.

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