OTO: Das steckt hinter Hollywoods neuer Sekte

Peaches Geldof: OTO-Tattoo
Model Peaches Geldof zeigt ihr OTO-Tattoo © imago stock&people

"Wie Scientology mit Sex"

Vergessen Sie Scientology, Kabbala oder die Zeugen Jehovas: Die Sinnsuche der Promis ist um einen weiteren Kult reicher, der vor allem unter den jüngeren Stars die Runde macht. Peaches Geldof etwa soll so begeistert sein, dass sie sich gleich die Initialen auf den Arm tätowieren lassen hat: In einem dicken Herz prangen auf ihrem Unterarm die Buchstaben OTO – kurz für 'Orientalischer Templer Orden'.

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Das Model ist damit nicht allein: Isabella Cruise, die Tochter von Scientology-Veteran Tom Cruise, läuft ebenfalls mit einem Tattoo der Sekte herum. Und Jay-Z ist angeblich so begeistert von dem Verein, dass der Rapper dessen Glauben nicht nur seiner Frau Beyoncé nahegebracht haben soll, sondern den Sekten-Leitspruch gleich auf die Klamotten seines Fashion-Labels 'Rocawear' druckt: 'Do what thou wilt' (deutsch: Man tue, was man wolle).

Doch was steckt dahinter? OTO kommt viel lockerer als etwa Scientology daher. Die Mitgliedschaft in der Sekte kostet nichts, bietet dafür aber Verheißungsvolles: "Die Zentral-Anschauung ist: Man kann selbst zu einem Gott werden. Indem man Drogen, Bewusstseinserweiterung und Sex einsetzt, um diese göttlichen Energien selbst in sich zu wecken. OTO ist quasi Scientology mit Sex", so der Sektenbeauftragte Dr. Eckhard Türk im RTL-Interview.

Oder anders gesagt: Grenzenloser Egoismus verbunden mit Spaß. Die liberalen Ansichten erfreuen junge Promis wie Peaches Geldof. Die gab via Twitter zumindest an, dass sie die Bücher des Gründers der Bewegung, Aleister Crowley, "super interessant" findet. Crowley selbst war etwas tiefsinniger unterwegs als manche seiner Promi-Anhänger: Er kam aus gutem englischen Hause und lebte um die Jahrhundertwende. Sich selbst bezeichnete er als Magier und galt bei vielen Zeitgenossen als "bösester Mensch der Welt", da er sich nicht nur gegen christliche Religionen wandte, sondern obendrein viel Sexualmagie in seine Riten einfließen ließ.

Auch wenn der Austritt aus der Sekte etwas einfacher sein dürfte als bei Scientology – OTO predigt freien Willen und jeder, der will, kann sich verabschieden – kann es auch hier am Ende zu schwerer psychische Abhängigkeit kommen. Auch wenn es für viele Stars nur ein Spiel mit verruchten Ritualen und dunklen Symbolen sein mag.

Bildquelle: Imago

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