#OscarsSoWhite: George Clooney, Reese Witherspoon & Co. unterstützen Will und Jada Pinkett Smith

Stars schließen sich Will Smith und Jada Pinkett Smith an.
#OscarsSoWhite: Darum kritisieren Stars die 'weißen' Oscars. © RTL

Stars schließen sich Will Smith und Jada Pinkett Smith an

Schaut dieses Jahr Leonardo DiCaprio niemand zu, wenn er im Fall der Fälle endlich seinen langersehnten Goldjungen in den Händen halten darf?! Nach dem angekündigten Oscar-Boykott von Will Smith und seiner Frau Jada Pinkett Smith fordern jetzt immer mehr Stars, der diesjährigen Verleihung fernzubleiben. Der Grund des Streits in Hollywood: Bereits zum zweiten Mal in Folge sind ALLE nominierten Schauspieler weiß.

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'#OscarsSoWhite' lautet der Hashtag, unter dem sich derzeit auf Twitter ein heftiger Widerstand gegen die Verleihung in Los Angeles formiert. Kritiker nennen es die 'Weiße Liste Hollywoods'. Dabei mangelt es nicht an überzeugenden schwarzen Schauspielern wie beispielsweise Samuel L. Jackson. Immer mehr Promis unterstützen darum jetzt die Smiths - darunter auch weiße Stars wie Michael Moore oder George Clooney.

Dokumentarfilmer Michael Moore schrieb auf Twitter: "Ich unterstütze Smith und Lee und schließe mich Ihnen an. Ich glaube, dass die Academy das Problem lösen kann." Aber nicht nur Schauspieler mit schwarzer Hautfarbe, auch Latinos fehlen unter den Oscar-Nominierten. Das bemängelt auch Hollywood-Schwarm George Clooney im Interview mit der Zeitschrift 'Variety': "Wir sprechen über Afro-Amerikaner, aber bei den Latinos ist es noch schlimmer. Wir müssen es besser machen. Wir haben es schon besser gemacht."

Auch Reese Witherspoon, die selbst schon für ihre Schauspielleistung ausgezeichnet wurde, meldet sich auf Facebook zu dem Thema zu Wort. "Es ist so enttäuschend, dass einige der besten Filme, Filmmacher und Performer aus 2015 nicht berücksichtigt wurden", schreibt sie.

Der Oscar-Boykott geht in die nächste Runde.
Immer mehr Promis schließen sich Will Smith und seiner Frau Jada Pinkett Smith an. © Getty Images, Kevin Winter

Ob Will Smith und seine Frau überhaupt zur Veranstaltung eingeladen worden wären, ist allerdings fraglich. Obwohl der Schauspieler für seine Leistung in 'Concussion' als heißer Anwärter für eine Nominierung gehandelt wurde, war er dann letztlich doch nicht unter den Glücklichen. Der Boykott soll damit allerdings nicht in Verbindung gebracht werden: "Es geht überhaupt nicht um mich", stellt der Schauspieler im Interview mit 'abc News' klar. "Es geht zum Beispiel um unsere Kinder, die diese Gala anschauen und die keine schwarzen Gewinner sehen werden."

Zweimal war Smith in seiner Karriere bereits in der engeren Oscar-Auswahl, beide Male ging er jedoch leer aus. 2002 zog er gegen Denzel Washington ('Training Day') den Kürzeren, 2006 musste er Forest Whitaker ('Der letzte König von Schottland – In den Fängen der Macht') den Vortritt lassen.

Ob Chris Rock sich zu der Debatte auch noch äußern wird?! Der moderiert die diesjährigen Oscars und ist bekannt für seine scharfzüngigen und offenen Äußerungen zu Diskriminierungen in Hollywood. Die Möglichkeit hat er am 28. Februar 2016 in Los Angeles gleich bei der Eröffnung der Gala.

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