Oscarpreisträger Michael Cimino ist tot

Oscarpreisträger Michael Cimino ist tot
Regisseur Michael Cimino hinterlässt mit "Die durch die Hölle gehen" ein großes Erbe in der Filmgeschichte © andersphoto / Shutterstock.com

Für den dreistündigen Film-Klassiker "Die durch die Hölle gehen" bekam er 1979 den Oscar. Für den zweiten Teil der Kultreihe "Dirty Harry" schrieb er das Drehbuch. Nun ist Michael Cimino im Alter von 77 Jahren gestorben. Der Regisseur war zu Lebzeiten stets umstritten. Für seinen oscarprämierten Film bekam er nicht nur Lob, sondern auch Kritik. Bei der Berlinale wurde sein Meisterwerk von der sowjetischen Delegation sogar als "Beleidigung für das Volk von Vietnam" bezeichnet. Der Film handelt vom Einfluss des Vietnamkriegs auf Ciminos Heimatland, den USA.

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Er war ein Kult-Regisseur

Neben seinem großen Hit wird Cimino vielen vor allem für seinen damaligen Mega-Flop "Heavens Gate" (1980) in Erinnerung bleiben. Der Spätwestern mit Kris Kristofferson und Christopher Walken in den Hauptrollen folgte auf seinen umstrittenen Oscar-Hit. Das Filmstudio United Artists ließ ihm bei diesem Projekt weitestgehend freie Hand. Doch die Dreharbeiten gerieten vollkommen aus dem Ruder. Die Kosten für den Film wurden nicht zuletzt durch den Perfektionismus Ciminos bis auf das Doppelte überstiegen (40 Mio. Dollar). Doch nach all der Kritik seinerzeit wurde sein Film auf den Filmfestspielen von Venedig 2012 als einer der wichtigsten Werke des modernen Western ausgezeichnet.


Am Samstag ist der 1939 in New York geborene Michael Cimino, der seine Karriere als Werbefilmer begann, tot in seinem Haus in Los Angeles aufgefunden worden. Über die Todesursache gibt es bisher keine Auskünfte.



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