Oscar Pistorius muss in die Psychiatrie

Oscar Pistorius muss in die Psychiatrie
Leidet Oscar Pistorius wirklich an Angststörungen? © Reuters, STRINGER

Hat Oscar Pistorius wirklich "generelle Angststörungen"?

Paralympics-Star Oscar Pistorius muss für vier Wochen in die Psychiatrie. Richterin Thokozile Masipa ordnete zur Feststellung seiner Zurechnungsfähigkeit eine Überprüfung an, ob bei dem Südafrikaner "generelle Angststörungen" vorliegen. Die hatte die forensische Psychiaterin Merryl Vorster als Zeugin der Verteidigung Pistorius bescheinigt.

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Für rund vier Wochen muss sich der wegen Mordes an seiner Freundin angeklagte Oscar Pistorius psychiatrischen Tests unterziehen. Sollte sich bei den Untersuchungen eine Unzurechnungsfähigkeit herausstellen, könnte dies dazu führen, dass das Urteil aus diesem Grund angefochten wird. Um das zu verhindern, stellte Gerrie Nel als Ankläger der Staatsanwaltschaft einen Antrag auf psychiatrische Untersuchungen. Richterin Masipa folgte diesem, stellte aber klar, dass es sich dabei nicht um eine Bestrafung handele.

"Der Angeklagte hat in all seinen Ausführungen nie behauptet, nicht verantwortlich für die Tat zu sein. Aber angesichts der Bedeutung, diesen Fall restlos aufzuklären, kann dies nicht ignoriert werden", sagte Richterin Masipa. Sie ergänzte: "Psychische Erkrankungen oder Defekte sind krankhafte Fehlfunktionen, sie können nicht von einem Gericht diagnostiziert werden.

Oscar Pistorius wird vorgeworfen, seine Freundin Reeva Steenkamp am 14. Februar 2013 bewusst und vorsätzlich durch die geschlossene Badezimmertür erschossen zu haben. Pistorius behauptet, er habe hinter der Tür einen Einbrecher vermutet und sich und Steenkamp schützen wollen. Pistorius sitzt seit dem 7. April im Zeugenstand.

Bildquelle: Reuters

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