Olly Murs verarbeitet auf '24 Hrs' die Trennung von seiner Freundin

Olly Murs
Olly Murs hat sich den Schmerz von der Seele gesungen. Foto: Sony Music © deutsche presse agentur
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In den Balladen-Modus hat Olly Murs (32) nicht geschaltet, obwohl er allen Grund dafür hätte. Der britische Sänger verarbeitet auf seinem neuen Album "24 Hrs" die Trennung von seiner Freundin Francesca Thomas, mit der er drei Jahre zusammen war.

Anstatt seine waidwunde Seele aber in langsame Melancholie zu gießen, hat sich Olly Murs dazu entschieden, auf den Trümmern seiner zerbrochenen Liebe zu tanzen, den Kummer in lupenreinen Pop zu gießen, der all das Elend in Bewegung verwandelt. Mehr stampfende Disco als Dämmerlicht in der Kummerstube.

Aber das Ganze hat den ehemaligen "X Factor" Teilnehmer, der sein fünftes Album in sechs Jahren vorlegt, ganz schön mitgenommen. "Ich weiß, das ich ein paar schlechte Entscheidungen getroffen habe, aber die letzte warst du", singt er verbittert und abrechnend im Opener "You Don't Know Love". Versöhnung ausgeschlossen.

Und die Trennung hat ihm eine schlaflose Nacht beschert: 24 Stunden war er auf, um mit der Stille zu tanzen, wie er mit seiner Falsetto-Stimme im Elektro-Ambiente des düsteren Titeltracks "24 Hrs" singt.

Die Trennung hat ihm in Wirklichkeit natürlich mehr als nur eine schlaflose Nacht beschert. Letztes Jahr vor Weihnachten kam der große Zusammenbruch, der auch mit beruflichem Druck zu tun hatte. Eine Woche kam Olly Murs nicht aus dem Bett: "Es war ein bisschen so, als sei meine Gehirn eingefroren. Ich fühlte mich ein bisschen wie ein Zombie", sagte er der "Sun".

Nun ist er aber wieder unter den Lebenden zurück und lässt einen ungewohnten Blick in sein Seelenleben zu. Der Rest ist eher wie gehabt: Perfekt produzierter, eingängiger und ein wenig glatter Pop, mit dem er seinem Kicker-Kumpel und Freund Robbie Williams, der ebenfalls vor kurzem ein neues Album herausgebracht hat, durchaus Paroli bieten kann.


Quelle: DPA
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