Olivia Jones setzt sich mit ihrem Kinderbuch 'Keine Angst in ANDERSRUM' für mehr Toleranz ein

Olivia Jones setzt sich für mehr Toleranz ein
Olivia Jones © Cover Media

Olivia Jones (46) ist es wichtig, sich für eine tolerantere Gesellschaft einzusetzen.

- Anzeige -

Schrilles Huhn als Sprachrohr

Die Travestiekünstlerin ist ein echtes Multitalent und bezeichnet sich deshalb selbst als "Multifunktionstranse". Sie sei "Wirtin, Moderatorin, Mutti, Kieztour-Guide und Galionsfigur", nicht zu vergessen ihre Auftritte in TV-Shows wie 'Big Brother' und 'Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!'. Dabei ist sie beliebt wie nie zuvor. "Die Zeiten haben sich geändert, heute ist Travestie salonfähig. Mittlerweile bin ich eine Art Sehenswürdigkeit. Touribusse halten an, alle winken und freuen sich über die bunte Giraffe von St. Pauli", freute sie sich im Interview mit der 'Zeit'. "Das macht großen Spaß. Es ist mir wichtig, die Gesellschaft ein bisschen bunter und toleranter zu machen."

Um das zu erreichen, schreckte sie 2007 auch nicht davor zurück, für die Satiresendung 'Extra 3' einen Parteitag der rechtspopulistischen NPD zu besuchen und dort die Mitglieder mit naiven Fragen zu entlarven. "Ich habe gemerkt, dass ich etwas verändern kann", erklärte Olivia Jones. "Ich kann das schrille Huhn als Sprachrohr nutzen. Olivia wird als gesellschaftskritische Stimme ernst genommen, auch von seriösen Medien. Das hätte ich nie für möglich gehalten. Damals konnte ich zeigen, dass die Leute von der NPD gar nicht wissen, was sie wollen."

Olivia Jones sieht sich auch als Sprachrohr der LGBT-Community und veröffentlichte im vergangenen Jahr ein außergewöhnliches Kinderbuch. In 'Keine Angst in ANDERSRUM: Eine Geschichte vom anderen Ufer' geht es um das Land Andersrum, in dem Männer Männer und Frauen Frauen lieben. Als die Kindergärtnerin Inge und der Bauarbeiter Gerd sich dann aber ineinander verlieben und Händchen halten, ist die Aufregung groß. Die Andersrummer sind entsetzt! Im Interview mit 'Siegessäule.de' erklärte Olivia Jones, was sie mit der Geschichte bei den kleinen Lesern auslösen wollte:

"Das bewirkt, dass die Kinder zunächst mal überlegen, was überhaupt normal ist. Und dann können sie sich auch viel eher in das Thema rein versetzen. Denn in diesem Fall wären sie ja die Minderheit. Dann bekommen sie vielleicht mal ansatzweise ein Gefühl dafür, was es bedeutet ausgegrenzt zu werden, und dass das meist auch eher nichtige Gründe sind."

Cover Media

— ANZEIGE —