Oliver Kalkofe über Satire: "Irgendjemand ist immer beleidigt"

Oliver Kalkofe: Satire ist eine Gratwanderung
Oliver Kalkofe © Cover Media

Oliver Kalkofe (50) ist der festen Überzeugung, dass Satire schlichtweg weh tun muss.

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Es muss weh tun dürfen

Nicht erst seit der Staatsaffäre um Jan Böhmermann (35) und sein "Schmäh-Gedicht" über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (62) wird gerne darüber gestritten, was Satire darf und was Beleidigung ist. Ein echter Experte auf diesem Gebiet ist Oliver Kalkofe, der bereits seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Satirikern des deutschen Fernsehens zählt. Er sieht das Genre als "tägliche Gratwanderung", wie er in einer Pressemitteilung des Senders TELE 5 erklärte. "Irgendjemand ist immer beleidigt, das lässt sich nicht verhindern und gehört dazu. Wer den Treffer erkennt, der lacht - wer getroffen wird, häufig nicht. Daher muss Satire natürlich auch weh tun dürfen."

So macht sich Kalkofe auch in der neuesten Staffel seiner Comedyshow 'Kalkofes Mattscheibe Rekalked' wieder über zahlreiche TV-Gestalten lustig. Ab dem 22. April zeigt TELE 5 die neuen Folgen immer freitags ab 22 Uhr, darin witzelt Kalkofe diesmal unter anderem über Richard 'Mörtel' Lugner, Carsten Maschmeyer und Star-Astrologin Mauretania Gregor.

Zum Fall Böhmermann hatte Oliver Kalkofe übrigens eine ganz eigene Meinung, die er in einem Video zum Ausdruck brachte. Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel (61) die Ermächtigung erteilte, ein von Erdogan gefordertes Strafverfahren gegen Böhmermann einzuleiten, ärgerte sich der Satiriker: "Ein trauriger Tag für unser Land und unsere Meinungsfreiheit. Aus einem kleinen, zugegebenermaßen diskussionswürdigen Scherz, wurde eine absurde Staatsaffäre. Aus einem Furz wurde ein Tsunami."

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