Oliver Berben: Verfilmung von Anne Frank

Oliver Berben
Oliver Berben © coverme.com

Oliver Berben (42) wird das Leben von Anne Frank und ihrer Familie verfilmen.

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Zweiteiler im ZDF

Zwar wurden bereits viele Produktionen über das Schicksal der jüdischen Familie realisiert - trotzdem findet der Filmemacher ('Die Päpstin'), dass der Zweiteiler durchaus seine Berechtigung hat. "Es gibt zwar schon mehrere Filme über Anne Frank, aber noch keine rein deutsche Produktion", so Berben gegenüber 'DWDL.de'. Sein TV-Werk soll in der Zeit zwischen 1939 und 1944 spielen und wird die Geschichte der Familie Frank in ihrem Versteck in Amsterdam erzählen. Dieses muss Berben in einem Studio nachbauen lassen, da es nicht möglich ist, am Originalschauplatz zu drehen. Der Film wird mit der Deportation der 15-jährigen Anne Frank ins KZ Bergen-Belsen enden - auf die Zeit im Konzentrationslager wolle Berben bewusst verzichten: "Was dort passiert ist, wissen wir. Ich glaube nicht, dass man das auch noch zeigen muss", meinte der Sohn von Schauspielerin Iris Berben (63, 'Anleitung zum Unglücklichsein').

Wer in die Rolle der Anne Frank schlüpfen wird, steht laut Produzent noch nicht fest, es wurden generell noch keine Darsteller besetzt. Die Dreharbeiten sollen im Sommer beginnen, die Ausstrahlung ist für den Anfang nächsten Jahres geplant. Außerdem soll die DVD Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt werden, da das Thema alle etwas angehe und für jeden jungen Menschen zugänglich gemacht werden müsse.

Oliver Berben kann bereits auf eine beachtliche Produzenten-Karriere zurückblicken, realisierte schon Projekte fürs Kino und Fernsehen. Auch Serien stehen in seinem Portfolio, er war beispielsweise für einige Teile der 'Rosa Roth'-Krimireihe verantwortlich. Im Interview mit 'Bild' sprach der Filmproduzent über den Unterschied zwischen Deutschland und Amerika. Da würden Serien zwar - zurecht - gefeiert werden, die Rahmenbedingungen seien allerdings ganz anders. "Wir reden immer davon, wie toll die amerikanischen Serien sind. Ich stimme da voll zu. Aber ich weise darauf hin, dass die meisten Serien, die dann immer genannt werden, im Pay-TV laufen, und der Amerikaner im Schnitt 100 Dollar im Monat dafür bezahlt. Wenn wir das hier einführen wollen - nur zu. Ich bin dabei!" Weiter gab Oliver Berben in dem Gespräch zu, dass seine Fähigkeiten als Schauspieler doch eher begrenzt seien und man keine Angst haben müsse, dass er vor die Kamera treten werde: "Ich glaube, ich habe noch weniger Talent als der Leichenträger neben mir."

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