Nina Moghaddam: Im Alter von 15 Jahren wurde sie Opfer willkürlicher Gewalt

Im Alter von 15 Jahren wurde Nina Moghaddam bedrängt.
Nina Moghaddam war in ihrer Jugend Opfer willkürlicher Gewalt.

Nina Moghaddam: "Ich wusste, ich hab keine Chance."

Zivilcourage ist derzeit ein vieldiskutiertes Thema. Der Fall Tuğçe hat deutschlandweit Schlagzeilen gemacht und gezeigt, wie gefährlich Mut manchmal sein kann. Die 22-Jährige bezahlte mit ihrem Leben dafür, dass sie sich einmischte, als ein junger Mann zwei Mädchen in einer Toilette bedrängte. Der Fall hat in RTL-Moderatorin Nina Moghaddam Erinnerungen an ein schlimmes Erlebnis aus ihrer Jugend geweckt. Denn auch sie war Opfer willkürlicher Gewalt.

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Moghaddam war damals gerade einmal 15 Jahre alt und wollte von einer Telefonzelle aus eine Freundin anrufen, als eine Gruppe Jugendlicher sie bedroht. Im Interview mit RTL erinnert sie sich an den furchtbaren Moment: "Es war ein ganz dramatischer Moment. Ich wusste einfach, ich hab keine Chance, ich muss da aber raus und ich bin dann auch rausgegangen und die haben mich als Ausländerin beschimpft und haben mich getreten."

Die Moderatorin macht sich für Zivilcourage stark

Obwohl es mitten am Tag und die Straße voller Leute war, griff niemand ein. "Ich hätte mir damals so jemanden wie Tuğçe gewünscht, der irgendwie als Erwachsener dazukommt und einfach sagt 'Sofort aufhören, ich ruf die Polizei'." Daher hat die Moderatorin kein Verständnis für Leute, die einfach wegschauen. Auch wenn man Angst habe, könne man dennoch etwas tun, ohne sich selber in Gefahr bringen zu müssen. "Wir sind alle Menschen, wir sind eine Gesellschaft und wir müssen zusammenhalten", fordert Moghaddam.

Auch wenn der Angriff bei ihr damals ohne schlimmere Folgen ausging, die lähmende Angst und das Gefühl von Hilflosigkeit kann sie bis heute nicht vergessen. "Ich denk super oft dran, was für ein Schwein ich damals hatte. Das hätte ganz anders ausgehen können!" Daher ist es ihr auch ein Anliegen, zu zeigen, dass es wichtig ist, nicht einfach wegzusehen, wenn andere Menschen Hilfe brauchen.

Bildquelle: RTL

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