Nina Hoss: Das Leben ist zu kurz

Nina Hoss
Nina Hoss © Cover Media

Nina Hoss (39) verschleppt Streitereien nicht und klärt lieber alles direkt.

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Für Streitereien

Die in Stuttgart geborene Leinwandschönheit ('Die weiße Massai') hasst es, wenn sie einen Disput hatte und diesen nicht sofort ad acta legen kann. "Ich versuche Auseinandersetzungen vor Ort zu klären. Das klappt nicht immer. Dann denke ich: 'Das Leben ist so kurz, was sollen wir uns damit belasten'", so die Schauspielerin im Interview mit der Philosophie-Zeitschrift 'HOHE LUFT'. Sowieso könne man sich mit der Blondine ganz wunderbar vertragen und in einem Streitgespräch mit ihr braucht man auch nicht zu fürchten, dass alte Geschichten wie ein Bumerang zurückkommen. "Es gelingt mir meist gut, ein Vergehen auf sich beruhen zu lassen und beim nächsten Streit nicht wieder hervorzukramen. Denn Schuld interessiert mich nicht. Ich bin nicht nachtragend."

Wem die Wahlberlinerin allerdings nur schwer verzeihen könne: sich selbst. Statt sich über Taten zu ärgern, bereue sie oftmals die Dinge, die sie nicht getan hat: "Etwa wenn ich mich nach einem langen Dreh erst spät oder gar nicht bei jemandem melde, der eigentlich darauf wartet."

Ob das auch bei ihrem neuen Film 'Phoenix' der Fall war? In dem Drama verkörpert Nina die Holocaust-Überlebende Nelly, die von den schlimmen Erfahrungen im Konzentrationslager nicht nur körperlich, sondern vor allem seelisch schwer gezeichnet ist. Harter Tobak, der die Darstellerin bestimmt schon beim Lesen des Drehbuchs fesselte. Im Gespräch mit 'Planet Interview' verriet die Künstlerin, wann ein Drehbuch für sie überhaupt gut sei: "Das merke ich meistens daran, dass ich Fragen habe und das Interesse an diesen Fragen so groß ist, dass ich sie beantwortet haben möchte", beschrieb sie. "Manchmal gibt es ja auch Fragen, die sind einem zu blöd. Aber wenn die Geschichte mich vielleicht zum Lachen bringt oder zum Weinen, zum Nachdenken über unser Land oder darüber, was das Leben eigentlich ist, dann interessiere ich mich auch für die Fragen, die sie stellt."

Ab dem 25. September können sich die Kino-Zuschauer selbst ein Bild davon machen, wie Nina Hoss als Nelly mit ihrem schweren Schicksal umgeht.

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