Nikolaus und Narr tiefgefroren

Eisskulpturen in Mainz
Die Niederländerin Mareike van der Meer gibt dem Niklolaus den letzten Schliff. Foto: Frank Rumpenhorst © deutsche presse agentur
- Anzeige -

Bei mehreren Graden unter Null bearbeiten Bildhauer in Mainz derzeit 200 Tonnen Schnee und 200 Tonnen Eis. Unter ihren Händen entstehen in einer Halle 20 oft meterhohe Skulpturen, die ab Samstag in einer "Eiswelt"-Ausstellung zu sehen sind.

Die Skulpteure erschaffen Klassiker wie den heiligen Nikolaus und Väterchen Frost, aber auch typische Mainzer Figuren wie Fastnachtsnarren und Mainzelmännchen.

Organisator Oliver Hartmann rechnet mit mindestens 100.000 Besuchern bis Mitte Januar. "Wir hoffen auf einen milden Winter. Wenn es draußen bitter kalt ist, will keiner mehr in die Eiswelt", sagte er. Zum Aufwärmen gibt es Kaffee und Glühwein, danach können die Besucher zurück in die minus acht Grad kalte Halle. "Länger als 15 bis 20 Minuten hält es da meistens niemand aus."

Schnee und Eis wurde von speziellen Herstellern in Lettland, Belgien und Frankreich nach Mainz gebracht. Die Künstler bearbeiten das gefrorene Wasser dann mit Kettensägen, Meißeln und Hammer. Fehler mache sie dabei eigentlich nicht, schließlich sei sie Profi, sagte Künstlerin Marieke van der Meer. Und wenn doch: "Eis ist großartig, denn man kann einfach ein Bügeleisen nehmen und die Teile wieder ankleben." Andere Skulpteure nutzen dafür Wasser aus einer Spritze.


Quelle: DPA
— ANZEIGE —