Nico Hofmann fühlt sich missveranden

Nico Hofmann fühlt sich missveranden
"Bester TV Spielfilm national": Diesen Jupiter Award bekam Nico Hofmann für "Unsere Mütter, unsere Vater" im März 2014 © ddp images

Produzent Nico Hofmann (55) landete mit dem Dreiteiler "Unsere Mütter, unserer Väter" im Jahr 2013 einen großen Erfolg. Doch die Quote allein interessiert den Wahl-Berliner dabei nicht - vor allem die Kritik beschäftigt ihn. Vollkommen missverstanden fühlt er sich, wenn er "ins rechte Lager gerückt" wird, wie er im Interview mit der "Welt am Sonntag" erklärt.

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Er nimmt sich Kritik zu Herzen

Mit Spannung erwartet er nun die ersten Artikel über seine Roman-Neuverfilmung "Nackt unter Wölfen", die am Mittwoch im Ersten zu sehen sein wird. "Mich trifft jede Kritik", gibt Hofmann zu. "Ich werde sie wahrscheinlich alle lesen", sagt der Produzent - auch wenn ihm möglicherweise nur eine im Gedächtnis bleiben werde: Selbst wenn alle Kritiken "gut waren bis auf eine", erinnere er sich zehn Jahre lang garantiert "nur an diese eine schlechte".


"Ihr seid die Schande der Menschheit"

"Ihr seid die Schande der Menschheit", dieser Satz, den ein KZ-Häftling in Buchenwald am Schluss des Films schreit, sei übrigens nicht nur der zentrale Satz des Streifens. Es sei auch jener Satz, den er einst als 17-Jähriger seinen Eltern entgegengeschleudert habe. Darin stecke sein "ganzes Empfinden zu dieser nationalsozialistischen Vergangenheit", sagt Hofmann. Dementsprechend wäre es auch sein "größtes Glücksgefühl", wenn der Film "Nackt unter Wölfen" eine "Empathie für die Opfer auslöste"...

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