Neuauflage von 'Baywatch' mit Zac Efron erinnert kaum an das Original

"Baywatch": Von der Kultserie ist nicht viel übrig
Dwayne Johnson (l.) als Mitch Buchannon und Zac Efron als Matt Brody in 'Baywatch' © © Frank Masi / 2017 PARAMOUNT PICTURES. ALL RIGHTS RESERVED., SpotOn

Seit 1. Juni im Kino

Hollywood scheinen die Ideen auszugehen. Immer mehr Kultfilme werden mit Fortsetzungen oder Neuauflagen verlängert, zu längst abgeschlossenen Serien werden nach Jahren weitere Folgen gedreht. Im Falle von 'Baywatch' wird die Serie einfach zum Kinofilm. Doch können die kultigen Rettungsschwimmer aus den 90er Jahren auch auf der großen Leinwand überzeugen? 

Nach dem US-Start bleibt der Streifen mit Dwayne 'The Rock' Johnson (45, 'San Andreas') und Zac Efron (29, 'Bad Neighbors') bisher weit hinter den Erwartungen zurück. Lediglich etwas mehr als 27 Millionen US-Dollar (etwa 24 Millionen Euro) hat "Baywatch" bisher eingespielt. Bei einem Budget von rund 69 Millionen US-Dollar (etwa 62 Millionen Euro) ein enttäuschender Start für den "heißesten Sommerflirt 2017", wie der Film beworben wird. International fehlen jedoch noch zahlreiche Märkte, in Deutschland ging es am 1. Juni los. Wer im Kino schlichtweg eine Filmversion der Kultserie erwartet, wird überrascht sein. Denn es gibt kaum Überschneidungspunkte.

Rettungsschwimmer Mitch Buchannon (Dwayne Johnson) hat den Strand von Miami Beach fest im Griff. Als Verstärkung für sein Team gesucht wird, sorgt vor allem Neuzugang Matt Brody (Zac Efron) für Unruhe. Immer wieder stellt er die Autorität von Mitch in Frage. Doch die beiden müssen sich zusammenraufen. Denn das Team wird in einen mysteriösen Kriminalfall hineingezogen. Nicht nur ihre Jobs sind in Gefahr, auch die Zukunft der Bucht steht auf dem Spiel...

Was erinnert an die Kultserie?

'Die Rettungsschwimmer von Malibu' sorgten von 1989 bis 2001 für spektakuläre Rettungsaktionen und ließen mit ihren muskulösen Traumkörpern die Herzen der TV-Zuschauer höher schlagen. Auch im Kino können sich die Zuschauer nicht über zu wenig Attraktivität auf der Leinwand beschweren. Bei den Damen dürften die Bauchmuskeln von The Rock und Zac Efron für Schnappatmung sorgen. Und die Männer können sich an den heißen Kurven von Kelly Rohrbach (27), Alexandra Daddario (31) und Priyanka Chopra (34) erfreuen. Die Hauptfiguren heißen wie einst in der Serie. Doch weitere Gemeinsamkeiten mit dem Original sucht man vergeblich.

Im Kino wird 'Baywatch' lediglich als Vorlage genommen und schließlich gnadenlos veräppelt. Der typische Zeitlupen-Lauf am Strand bekommt gleich mehrmals sein Fett weg. Es werden zwar spektakuläre Stunts zu Wasser dargeboten und einige Leben gerettet, doch der Fokus wird vom Strand weggeleitet, wenn sich The Rock und Co. als Detektive versuchen, um ein Drogenkartell zur Strecke zu bringen. Nicht allen 'Baywatch'-Fans dürften diese Neuerungen zusagen.

Schade ist zudem, dass außer den beiden Mini-Auftritten von David Hasselhoff (64, 'Knight Rider') und Pamela Anderson (49) keine weiteren ehemaligen Serien-Helden auf der Leinwand zu sehen sind. Ein bisschen mehr Nostalgie hätte dem Film bestimmt gut getan.

Zumindest der Humor kommt nicht zu kurz

Ganz gleich wie seicht die Story und die Dialoge zum Teil sein mögen, zum Lachen gibt es eine Menge. Vor allem die Chemie zwischen Dwayne Johnson und Zac Efron stimmt. Wer ein glühender Fan der Kultserie ist, sollte sich das Kinoticket sparen. Denn den Charme von einst weist kann die Kino-Neuauflage nicht wieder heraufbeschwören. Wer lediglich einen lustigen Popcorn-Abend mit seinen Freunden verbringen will, der kommt sicherlich auf seine Kosten. Für Fans von The Rock ist der Film quasi Pflichtprogramm - an seinen stählernen Muskeln kommt sowieso keiner vorbei. Eine Fortsetzung braucht 'Baywatch' aber nicht.

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