Neu auf Sonar Kollektiv: Mieke Miami und Pete Josef

Mieke Miami
Zwischen Sonne und ein wenig Melancholie: Mieke Miami. Foto: Annika Weinthal © DPA

Frühling und Sommer können kommen, wenn man die Musik von Mieke Miami und ihrer Band hört: Zwischen Folk, Pop und federleichtem Electro gelingt dem Berliner Quartett ein Kleinod voller sonnendurchfluteter, auch mal melancholischer Momente.

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"In The Old Forest", veröffentlicht vom Berliner Label Sonar Kollektiv, betört vom ersten Moment an mit fein gesponnenen, intelligenten Songs, die lässig zwischen städtischen Parks, Szene-Kiezen und Hochhäusern flanieren. Das Sahnehäubchen auf einem sorgfältig geschichteten Klangbild ist die freundliche Stimme jener Mieke, deren Nachname vermutlich ein anderer ist.

Schon mit den drei Liedern ihrer Debüt-EP "Break Of Dawn" (2015) lieferte die junge Sängerin eine vielversprechende Visitenkarte ab und weiß die Erwartungen nun glatt überzuerfüllen. Das erste Studioalbum ist ein in sich geschlossenes, dabei überraschend abwechslungsreiches Einsteigerwerk ohne Füller oder Ausfälle.

Dass Sonar Kollektiv völlig zu Recht als Talentpool gilt, zeigte kürzlich schon das Debüt des in der Bristol-Szene beheimateten Briten Pete Josef. "Colour" fasziniert mit einer virtuosen Mixtur aus Bläser-Pop, Afro- und Samba-Einflüssen, Jazz, Soul und Gospel - auch diese Platte ist für die wärmeren Tage also nur wärmstens zu empfehlen. Ein tolles Album, das in seinen besten Momenten - und davon gibt es eine Menge - wie ein verschütt gegangenes Werk von Stevie Wonder aus dessen produktiven 70er Jahren klingt.


dpa
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