Neil Young vs. Donald Trump: Zoff um "Rockin' in the Free World"

Neil Young vs. Donald Trump: Zoff um "Rockin' in the Free World"
Neil Young (l.) möchte nicht, dass Donald Trump im Wahlkampf zu seinen Liedern rockt © [M] Chris Pizzello/Andy Kropa/Invision/AP

Donald Trumps (69) Ankündigung, für das Amt des US-Präsidenten kandidieren zu wollen, schlägt in den Vereinigten Staaten hohe Wellen - der Immobilien-Tycoon polarisiert wie kein anderer Kandidat. Besonders sauer ist Rockmusiker Neil Young (69, "Tumbleweed"): Trump betrat bei der Ankündigung zu seinem Hit "Rockin' in the Free World" die Bühne. Eine bizarre Songwahl, wenn man bedenkt, dass Young damit ursprünglich gegen Trumps republikanischen Parteifreund George H. W. Bush (91) protestiert hatte. Nun pocht Young auf seine Urheberrechte "Donald Trump hatte nicht die Erlaubnis, 'Rockin' in the Free World' bei der Ankündigung seiner Kandidatur zu verwenden", erklärt ein Vertreter von Youngs Management den US-Medien.

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Wahlkampf mit Protestsong

Young selbst sei zwar kanadischer Staatsbürger, würde aber die Kandidatur von Bernie Sanders aus dem linken Parteispektrum unterstützen, stellt der Sprecher weiterhin klar. Das Lager Trumps wehrt sich gegen die Vorwürfe: Das Wahlkampf-Team hätte die Rechte zur Verwendung rechtmäßig bei der Verwertungsgesellschaft ASCAP eingeholt, teilte ein Sprecher dem "Rolling Stone" mit. Im Übrigen sei Trump unabhängig von dessen politischer Einstellung ein großer Fan Youngs.


Womöglich machen sich die Wahlkämpfer das Ganze etwas zu einfach: Wenn es um die musikalische Begleitung von politische Kampagnen geht, muss der ASCAP zufolge auf jeden Fall auch die Genehmigung des Song-Autoren eingeholt werden. Wenn er nicht mit dem politischen Zweck in Verbindung gebracht werden wolle, könne ein Künstler auch dann noch gegen die Verwendung seiner Lieder vorgehen, wenn zuvor die nötigen Lizenzen bei ASCAP erworben wurden, stellt der Verband dem "Rolling Stone" gegenüber klar. Das letzte Wort im Fall Young gegen Trump dürfte also noch nicht gesprochen sein. "Trump hat sich mit dem falschen angelegt... schlechte Idee", kommentierte Youngs alter Weggefährte David Crosby (71) die Angelegenheit auf Twitter.



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