Nacktfoto-Skandal um Jennifer Lawrence und Co: FBI schnappt den Hacker

Nacktfoto-Skandal um Jennifer Lawrence und Co: FBI schnappt den Hacker
Jennifer Lawrence bei der diesjährigen Oscar-Party der Vanity Fair © Byron Purvis/AdMedia/ImageCollect

Es war einer der größten Hacker-Skandale der letzten Jahre. Über 100 Apple- und Google-Konten von US-Promis wurden gehackt und illegal private Dateien, vor allem Nacktbilder von weiblichen Stars, gestohlen. Betroffen waren unter anderem Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence (25, "Silver Linings") und Schauspielerin Kirsten Dunst (33, "Melancholia"). Nun konnte das FBI einen Fahndungserfolg verbuchen und einen Tatverdächtigen festnehmen. Dem Mann aus Pennsylvania drohen fünf Jahre Gefängnis, wie die Staatsanwaltschaft von Kalifornien bekannt gab.

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Viele US-Promis betroffen

Die Verbreitung wird ihm nicht angelastet

Der 36-Jährige habe vor den Behörden zugegeben, dass er sich illegal Zugang zu den Daten verschafft habe. Er wird sich demnach wegen Betrug und Missbrauch der Privatsphäre schuldig bekennen. Der Tatverdächtige sei zwischen November 2012 und Anfang September 2014 durch ein Phishing-Schema an die Benutzernamen und Passwörter der Betroffenen gekommen. Er habe den Opfern E-Mails geschrieben, die so aussahen, als seien sie von Apple oder Google. Darin bat er die Personen nach ihren Usernamen und Passwörtern. Wenn diese reagierten, hatte er Zugriff auf die Konten.


Kaum hatte er Zugang zu den Accounts, habe sich der Mann an Videos und Bildern der Betroffenen bedient. Darunter waren auch etliche Nacktfotos. In manchen Fällen habe der 36-Jährige sogar ein Softwareprogramm verwendet und konnte somit den gesamten iCloud-Backup downloaden. iCloud ist ein Apple-Dienst bei dem Daten online gespeichert werden können, ähnlich wie Google Drive. Allerdings wird dem Mann die Verbreitung der Nacktbilder im Internet nicht zu Lasten gelegt. Dafür gibt es nach Aussagen der Behörden keine Beweise.


Passwörter müssen stark sein

Der Mann habe durch sein Verhalten bei den Opfern emotionalen Stress, Scham und Unsicherheit ausgelöst, erklärte David Bowdich vom FBI. Dies sei eine Verletzung der intimsten Privatsphäre. "Wir können allen Internetnutzern nur eindringlich raten, lediglich starke Passwörter zu verwenden. Und seien Sie skeptisch, ehe Sie auf E-Mails antworten, in denen nach Ihren persönlichen Daten gefragt wird", so Bowdich weiter.


Jennifer Lawrence hatte sich im Jahr 2014 gegenüber der "Vanity Fair" zu dem Vorfall geäußert: "Dies ist kein Skandal. Es ist ein Sexualverbrechen. Es ist Missbrauch. Es ist widerlich." Es ist nicht der erste "Celebhack" der Hollywood erschüttert hat. 2011 veröffentlichte ein Hacker bereits Nacktfotos unter anderem von Schauspielerin Scarlett Johansson (31, "Don Jon"). Der Mann wurde ein Jahr später zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.



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