Nach Koma-Schock: Moderatorin Charlie Webster wieder bei Bewusstsein

TV-Moderatorin Charlie Webster
Die hübsche Moderatorin berichtet nicht nur gerne über Sportereignisse, sie ist auch selber sehr aktiv. © picture alliance / empics, Ian West

Malaria-Drama um Moderatorin: "Sie weiß, dass sie fast gestorben wäre"

Das britische Olympia-Team bangt um das Leben seiner Berichterstatterin - in Rio wollte Charlie Webster eigentlich über die Erfolge des Team GB berichten. Dann die Schreckensnachricht: Die ehemalige Moderatorin des Senders Sky Sports News kämpft auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Rio de Janeiro um ihr Leben. Laut der britischen Zeitung 'Sun' leidet Webster an einer seltenen Form von Malaria.

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Ihre Familie ist bereits nach Rio gereist, Charlies Mutter und ihr Bruder weichen nicht von ihrer Seite. Nachdem sich Charlies Zustand am Mittwoch rasant verschlechtert hatte, hatten die Ärzte sie in ein künstliches Koma versetzt. Jetzt die Nachricht, die Hoffnung macht: Vor ein paar Stunden wurde die 33-Jährige für medizinische Tests aus dem Koma geholt und ist wieder bei Bewusstsein.

Dass Charlie Webster nicht mehr im Koma liegt und sogar auf ihre Liebsten reagiert macht Mut, doch eine Entwarnung gibt es noch nicht. Die Moderatorin bleibt auf der Intensivstation. In einem Statement von Mutter Joy heißt es: "Sie weiß, dass sie fast gestorben wäre." Guck dir diese ganzen Maschinen an, die mich am Leben erhalten, habe ihre Tochter geflüstert. Charlie sei sehr stark, aber die Ärzte würden sie immer wieder daran erinnern, dass die Sportmoderatorin noch nicht über den Berg sei. "Jeder Mensch heilt anders", ergänzt Mutter Joy, "ich bin einfach so dankbar, dass sie wieder mit uns sprechen kann. Das war die schlimmste Zeit meines Lebens - wir waren außer uns vor Sorge. Der Fakt, dass Charlie wieder bei Bewusstsein ist, ist überwältigend."

TV-Moderatorin Charlie Webster
Charlie Webster war sechs Wochen mit dem Fahrrad unterwegs, um Spenden für Krebspatienten zu sammeln.

Eine Sprecherin des Olympia-Teams aus Großbritannien ergänzt: "Die ganze Familie ist begeistert von den überwältigenden Rückmeldungen und dem großen Support der Fans. Sie wollen Charlie - sobald sie stabil genug für den Transport ist - zurück nach Großbritannien bringen." Die Erleichterung ist 48 Stunden nach dem Malaria-Schock groß.

Während der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Rio traten erstmals Symptome auf. Kurz darauf wurde Charlie Webster wegen Dehydrierung in eine Klinik eingeliefert. Dort bekam sie die Malaria-Diagnose. Im Krankenhaus hatte Webster noch vom Krankenbett aus ihre Fans gegrüßt und Entwarnung gegeben. Ihr Zustand verschlechterte sich daraufhin aber so rasant, dass die Ärzte sie ins künstliche Koma versetzt hatten. Inzwischen hatte sich auch die Londoner Tropenmedizinhochschule eingeschaltet.

Mittlerweile ist wohl auch der Grund für ihre Malaria-Infektion bekannt. Im Rahmen einer sechswöchigen Charity-Aktion war Webster vor dem Start der Olympischen Spiele mit dem Fahrrad von London aus nach Brasilien gefahren. Knapp 5.000 Kilometer hat die Britin dabei zurückgelegt. Auf der Reise - über die sie ihre Follower täglich bei Instagram auf dem Laufenden gehalten hat - soll sie sich mit der Tropenkrankheit infiziert haben, die oft von Moskitos übertragen wird.

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