Nach Karriereende: Folgt jetzt Kobe Bryants Durchbruch in Hollywood?

Nach Karriereende: Folgt jetzt Kobe Bryants Durchbruch in Hollywood?
So könnte Kobe Bryant vielleicht schon bald in TV- und Filmkameras lachen © Jordan Strauss/Invision/AP

In den vergangenen Jahren gab es nur wenige Ausnahmebasketballer, die auch nur annährend einen ähnlichen Status genossen wie NBA-Star Kobe Bryant (37). "Lieber Basketball", beginnt Bryant ein Gedicht auf der Website "The Players Tribune", in dem er seinen Ausstieg ankündigt. Nur noch diese letzte Saison wolle er spielen, denn "mein Körper weiß, dass es Zeit ist Abschied zu nehmen."

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"Black Mamba" als Schauspieler

 

Wird er zum Baseballspieler?

 

In seinem Sport hat er schon längst Legendenstatus erreicht, doch wie soll es nach der Saison weiter gehen bei der "Black Mamba"? Dass er wie Michael Jordan (52, "Michael Jordan to the Max") plötzlich zum Baseball wechselt, das ist doch eher unwahrscheinlich. Dass er allerdings wie "Air Jordan" in Spielfilmen wie "Space Jam" auftreten könnte, das ist gar nicht so abwegig.

Bryant ist nämlich nicht nur ein Basketball-, sondern in gewisser Weise auch ein Popkultur-Star. Als Schauspieler ist er bisher zwar nicht großartig aufgefallen, in zahlreichen TV-Formaten, Dokumentationen und Filmen hat er jedoch bereits sich selbst verkörpert. Und wer könnte sich Bryant auch nicht in Titeln wie "Spike Lee's Spiel des Lebens" oder "Weiße Jungs bringen's nicht" vorstellen? Kürzlich erklärte er nach einem Spiel seiner Los Angeles Lakers: "Ich bin ein Geschichtenerzähler. Ich liebe, liebe, liebe es Storys zu erzählen."

Wie bekannt der Basketballer zumindest der breiten Masse ist, das ist schon an seinen massenhaften Auftritten in Late-Night- und Talkshows abzulesen. Mehrfach besuchte der fast zwei Meter große Bryant in den vergangenen Jahren Talkmaster wie Jimmy Kimmel, Jimmy Fallon oder Jay Leno.

 

"Einer der wahren Könige"

 

Auch sonst dürfte Bryant einige gute Kontakte in die Entertainment-Branche besitzen. Er warb bereits in unzähligen Werbespots für Sportbekleidung, Computerspiele und Technik; Fans und Freunde aus dem Showgeschäft dürften bei ihm Schlange stehen. So schrieb unter anderem Justin Timberlake (34, "Mirrors") via Twitter, als er vom Rücktritt von Bryant erfahren hatte: "Einer der wahren Könige des Spiels. Du bist einer der größten, die jemals gespielt haben, mein Freund."

 

Die Rolle als TV-Experte

 

Wenn es mit Hollywood doch nicht klappen sollte, dann könnte er sicherlich immer noch als Sportkommentator oder Fachmann ins Fernsehgeschäft einsteigen. Und genau diesen Schritt könnten sich zahlreiche amerikanische Sportjournalisten und Analysten sehr gut vorstellen. Schon im Januar erklärte die langjährige ESPN-Redakteurin Ramona Shelburne gegenüber "Sports Illustrated": "Falls er sich dazu entscheiden würde, dann wäre er fantastisch. [...] Er ist sarkastisch, smart, einfühlsam und furchtlos." Alleine mit diesem Job könnte Bryant geschätzt vier bis fünf Millionen Dollar im Jahr verdienen, wie es weiter heißt.

Mit einem solchen Schritt würde er es seinem ehemaligen Teamkollegen Shaquille O'Neal (43) gleichtun, der seit seinem Karriereende als Experte für das US-Fernsehen und die NBA zu sehen ist. Auch Charles Barkley (52) ist nach seinem Aus als aktiver Spieler zum TV gegangen und bereits seit 2000 als TV-Analyst tätig.

Vielleicht wird Bryant aber auch einfach Koch. Wenig erfolgreich übernahm er diese Rolle zwar schon einmal für einen recht witzigen Werbespot von Turkish Airlines, aber wer nach einem Steak benannt ist, das seine Eltern vor seiner Geburt auf der Speisekarte eines Restaurants sahen, der kann eigentlich nur der geborene Küchenchef sein.

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