Nach ESC-Aus für Xavier Naidoo: Rea Garvey, Til Schweiger & Co. stärken ihm den Rücken

Xavier Naidoo tritt nun doch nicht beim ESC 2016 an.
Promis wie Rea Garvey, Michael Mittermeier und Sasha stehen hinter Xavier Naidoo.

Xavier Naidoo tritt nun doch nicht beim ESC 2016 an

Noch nie hat die Nominierung eines ESC-Kandidaten für so viel Wirbel gesorgt wie bei Xavier Naidoo. Am 19. November verkündete der NDR, dass der Sänger für Deutschland beim Eurovision Song Contest antreten soll, um ihn nur zwei Tage später wieder rauszuwerfen. Der Grund waren nicht nur die Massenproteste der Fans, sondern vor allem die Stimmen aus den eigenen Reihen. 40 Mitarbeiter des NDR hatten sich in einem Brandbrief an die Senderleitung über die Entscheidung beschwert.

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Es scheint, als habe Xavier Naidoo die Wut der Nation auf sich gezogen. Doch es gibt auch Menschen, die ihm jetzt den Rücken stärken, darunter Promis wie Michael Mittermeier, Rea Garvey, Til Schweiger und Herbert Grönemeyer.

"Es tut mir leid, mein Freund", schreibt Michael Mittermeier auf seiner Facebook-Seite. "Schade, dass ein billig initiierter Presse-Shitstorm ausreicht, dass deutschlandweit ein Klima der Hetze entsteht, und der NDR einknickt. Ich würd ja sagen, all die gesamtteilnehmerischen grottenschlechten bis mittelmäßigen Musikbeiträge in den letzten Jahren haben dem ESC mehr geschadet. [...] Jetzt können uns nur noch Gott oder Helene Fischer retten... oder Gotthilf Fischer..."

Til Schweiger: "Wo kommt dieser Hass her?"

Xavier Naidoo tritt nun doch nicht beim ESC 2016 an.
Til Schweiger ist fassungslos, was gerade mit Xavier Naidoo passiert. © Getty Images, Christian Augustin

Genauso fassungslos ist Schauspieler Til Schweiger: "Ich bin erschüttert, wie hier mit einem der größten deutschen Sänger, der auch als Mensch einer der liebsten, lustigsten und gutmütigsten Menschen im Showbusiness ist, die ich kenne, umgegangen wird", schreibt er bei Facebook. "Wo kommt dieser Hass her? Woher die Lust zu zerstören? Was hier gerade von sogenannten Leitmedien abgezogen wird, das ist eine Form von Terrorismus! Es gibt viele Nazis in diesem Land und mindestens genauso viele Schwulenhasser, kümmert Euch um DIE, denn Xavier gehört nicht dazu!!!!"

Wenn es nach Herbert Grönemeyer geht, hätte sich der NDR glücklich schätzen können, so ein "Kaliber wie Xavier" ins Rennen schicken zu dürfen. "Was jetzt auf seinem Rücken für ein absurdes Theater abgefertigt wird, ist unverständlich", heißt es auf seiner Facebook-Seite. "Xavier ist einer der besten und etabliertesten Musiker und Sänger bei uns, weder homophob, noch rechts und reichsbürgerlich, sondern neugierig, christlicher Freigeist und zum Glück umtriebig und leidenschaftlich. Wir brauchen keine Gesinnungspolizei oder Meinungsüberwachung, sondern hoffentlich 80 Millionen verschiedene Köpfe und Wahrheiten. Solange niemand davon verhetzt, verunglimpft, verletzt oder ausgegrenzt wird, ist das Kultur."

Musiker-Kollege Rea Garvey steht ebenfalls voll und ganz hinter Xavier Naidoo. So schreibt er bei Facebook: "Jeder, der denkt, dass ich mein Zuhause mit einem Rassisten, einem Homophoben oder einem Extremisten teilen würde, der kennt mich nicht und will mich auch nicht kennen. Denn die Lügen und Unwahrheiten erschaffen eine Welt von hasserfüllten Menschen, die sich wie Helden in einem Fantasy-Film fühlen."

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