Nach ESC-Absage: Xavier Naidoo meldet sich persönlich zu Wort

Nach ESC-Absage: Xavier Naidoo meldet sich persönlich zu Wort
Xavier Naidoo tritt nun doch nicht für Deutschland beim Eurovision Song Contest an © ddp images

Nachdem sich nach dem Shitstorm zahlreiche Promis für Xavier Naidoo (44, "Dieser Weg") und seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2016 ausgesprochen hatten, hat die ARD "von der Wucht der Reaktionen" ihre Entscheidung doch zurückgezogen. Nun meldete sich der umstrittene Sänger höchstpersönlich zu Wort. "Das war der alleinige Vorschlag der ARD. Ich habe nach reichlicher Überlegung schließlich zugesagt, weil dieser Wettbewerb ein ganz besonderes Ereignis für mich gewesen wäre", schrieb Naidoo in einem Statement, das er auf seinem Facebook-Account veröffentlichte.

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"Dann ist das ok für mich"

Vor einigen Monaten sei man auf ihn zugekommen und habe ihn gebeten, Deutschland in Stockholm zu vertreten. "Wenn sich nun kurz nach unserer vertraglichen Einigung mit dem NDR und dem Abschluss aller Vorbereitungen die Planungen der ARD durch einseitige Entscheidung geändert haben, dann ist das ok für mich", so Naidoo in seinem Statement. An seiner Leidenschaft für die Musik ändere dies nichts und auch sein "Einsatz für Liebe, Freiheit, Toleranz und Miteinander" werde dadurch nicht gebremst.

 

Reaktionen nach der Absage

 

Die Entscheidung des NDR nach dem Shitstorm im Netz veranlasste aber nicht nur Naidoo zu einem Statement, auch andere Promis fühlten sich berufen, die Ereignisse zu kommentieren. "Lese gerade, dass Xavier Naidoo der Auftritt am ESC verweigert wurde. In was für einem Land leben wir, wo aufgrund von Mutmaßung und Dingen, die einige einem nachsagen, verurteilt wird. Ich dachte immer, hier zählt die Unschuldsvermutung. [...] Die ARD hätte eventuell vorher nachdenken sollen", ließ beispielsweise Komiker Mario Barth via Facebook wissen.

"Nach der Absage für Xavier Naidoo beim ESC ist der Weg nun frei für Bushido!!!", witzelte hingegen Comedian Oliver Pocher via Twitter. Und der ehemalige Handballspieler Stefan Kretzschmar nahm via Twitter Bezug auf eine aktuelle Aussage von Bundesinnenminister Thomas De Maizière nach der Absage des Länderspiels Deutschland gegen die Niederlande: "Xavier doch nicht für Deutschland beim ESC 2016. Die Begründung würde Sie nur verunsichern."

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