"My Big Fat Greek Wedding 2": Die griechische Chaosfamilie ist zurück

Vor fast 14 Jahren hat der Independent-Film "My Big Fat Greek Wedding" die Herzen der Kinozuschauer auf der ganzen Welt im Sturm erobert. Die Geschichte, die auf dem Leben von Schauspielerin Nia Vardalos (53, "My Big Fat Greek Summer") beruht, überzeugte durch ganz viel Charme, Herz und Witz. Am 24. März kommt der lang ersehnte zweite Teil, "My Big Fat Greek Wedding 2", in die deutschen Kinos. Die griechische Chaosfamilie ist zurück und natürlich wird - wie der Titel bereits verrät - auch wieder geheiratet!

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"My Big Fat Greek Wedding 2": Die griechische Chaosfamilie ist zurück

Rückkehr zu Familie Portokalos

Die Geschichte springt zehn Jahre nach vorne, ab dem Zeitpunkt, als die Portokalos-Familie das letzte Mal zu sehen war. Toula (Nia Vardalos) und Ian (John Corbett) sind seit Längerem verheiratet. Ian ist mittlerweile Direktor einer Highschool, Toula hilft ihren Eltern Maria (Lainie Kazan) und Kostas (Michael Constantine) wieder im Restaurant. Wie viele Mütter von Teenagern, ist sich auch Toula mit ihrer Tochter Paris (Elena Kampouris) oft uneinig. Vor allem der Wunsch der 17-Jährigen, ein College zu besuchen, das nicht in ihrer Heimatstadt ist, bringt die ganze Familie in Aufruhr. Doch das ist nicht das einzige Streitthema!


Kostas will seinen Stammbaum erforschen und findet dabei heraus, dass er und Maria gar nicht verheiratet sind, da die Papiere nie unterschrieben wurden. Er will die ganze Angelegenheit kurz und schmerzlos hinter sich bringen, doch da macht Maria nicht mit. Sie will eine große griechische Hochzeit! Doch wie üblich, geht auch diese Hochzeit nicht ohne Komplikationen über die Bühne. Außerdem suchen Toula und Ian ihre verloren gegangene Romantik und Paris' Abschlussball rückt näher. Mit wem wird sie zum Ball gehen? Und wird sie ihre Familie tatsächlich verlassen? Das Chaos könnte auch dieses Mal nicht größer sein!


Ganz vertraut

Die zwei entscheidenden Fragen des Films: Wie liebt man und wie lässt man los? Besonders schwierig zu beantworten, wenn man eine griechische Großfamilie im Nacken hat, die sich immer und überall einmischt. Familienoberhaupt Kostas ist nach wie vor stur und schwört auf Windex, Tante Voula (Andrea Martin) gibt immer noch peinliche Ratschläge zum idealen Sexleben und Cousin Angelo (Joey Fatone) muss sich erneut rechtfertigen, warum er noch nicht verheiratet ist und keine Kinder gezeugt hat.


Vertraute Späße, vertrauter Wortwitz, vertraute Atmosphäre. "My Big Fat Greek Wedding 2" ist eine Fortsetzung auf die viele bereits gehofft hatten - auch die Stars des ersten Teils. Der komplette Cast hat sich wieder versammelt und wurde durch Elena Kampouris, die Teenager Paris spielt, sogar erfolgreich erweitert. Ein Garant für den Erfolg, denn würde nur einer der alten Darsteller fehlen, würde das komplette Gefüge ins Wanken geraten. Welch ein Glück, dass alle zugesagt haben.


Der zweite Teil spiegelt den Alltag vieler Paare wieder, die ein paar Jährchen verheiratet sind und Kinder im Teenager-Alter haben. Das Leben wurde neu ausgerichtet, die Romantik ist ein bisschen auf der Strecke geblieben und man ist vor allem Mutter bzw. Vater und nicht mehr Partner. Noch dazu rebelliert der Teenager gegen die Eltern, gegen die Familie und gegen die Traditionen. Die Kinder werden flügge und was passiert dann?


Die griechische Antwort: Ein bisschen "Romantik" im Auto erleben, Ahnenforschung mit PC-Anfängern betreiben und natürlich eine Hochzeit feiern! Dass Kostas und Maria nämlich eigentlich gar nicht verheiratet sind, sorgt für jede Menge Chaos, Verwirrungen und Schrecksekunden. Auch ein paar Überraschungsmomente sind zu finden: Wer kann denn da plötzlich Griechisch? Die Portokalos-Familie ist einfach herrlich verrückt!


Einzig Toula scheint ein paar Schritte zurück gemacht zu haben. Statt der ambitionierten jungen Frau aus dem ersten Teil ist sie nun zu einer Mutter geworden, die sie nie sein wollte. Sie hängt so sehr an ihrer Tochter, dass sie dabei deren Wünsche anfangs nicht erkennt. Das ist ein bisschen schade.


Fazit

Auch im zweiten Teil überzeugen die Griechen mit Charme, dem üblichen Witz und einer großen Portion Herz - Klischees über die Griechen und die gesamte Menschheit inklusive. Der Wiedererkennungseffekt ist groß: Man kann lachen, schmunzeln und ein paar Tränchen der Rührung verdrücken! Die Fortsetzung kann zwar mit dem Vorgänger nicht ganz mithalten, es ist aber ein gelungener Komödienspaß für einen unterhaltsamen Kinoabend. Teil drei dürfte daher nicht ausgeschlossen sein...



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