Hollywood Blog by Jessica Mazur

'Muttermilch-Bank': Gute Idee oder grenzwertig?

'Muttermilch-Bank': Gute Idee oder grenzwertig?
'Muttermilch-Bank': Gute Idee oder grenzwertig? © Bildquelle: Splash News

von Jessica Mazur

Hollywood Stars haben ja die interessantesten 'Nebenjobs'. Die einen verhökern Parfüm, die anderen Bücher und wieder andere gehen unter die Getränkehersteller. Immer beliebter in diesem Bereich wurden in den letzten Jahren auch Babyartikel. Viele Promis entwerfen Kinderkleidung. Heidi Klum obendrauf noch Kindermöbel, und Jessica Alba hat sogar ihre eigene Windelkollektion, die einer Freundin von mir zufolge, sogar ziemlich gut sein soll. Alicia Silverstone hat jetzt allerdings eine Nische für sich gefunden, die bislang noch kein Celebrity vor ihr betreten hat. Die Schauspielerin handelt nämlich ab sofort mit Brustmilch.

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Über ihre Webseite 'TheKindLife.com' hat Alicia in dieser Woche angekündigt, eine 'Muttermilch-Bank' zu starten. Das Prinzip ist ganz einfach: Junge Mütter mit genug Brustmilch spenden diese anderen jungen Müttern, die Probleme haben, ihre Babies zu stillen. Einzige Bedingung: Die Milch muss von veganen Müttern kommen.

Alicia Silverstone selbst lebt seit knapp 15 Jahren vegan und ist für ihren Lebensstil in Hollywood mittlerweile mindestens so bekannt, wie für ihre Filme. Sie hat Bücher zu ihrer Ernährungsweise geschrieben und sie veröffentlicht auf ihrer Webseite regelmäßig Rezepte und Lifestyle-Tipps. Und nun macht sie eben auch noch in Milch. Die Leserinnen ihrer Webseite zeigen sich begeistert. Das Interesse an der 'Milch-Bank', die offiziell 'Kind Mama Milk Share' heißt, ist bereits nach 24 Stunden groß. Doch auf anderen Webseiten, wie 'People.com' oder 'EOnline.com' scheiden sich die Milch-Geister. Viele User finden den Gedanken, dass das eigene Kind die Milch einer anderen Frau trinkt schlichtweg "ekelhaft". "Man kann nie wissen, was die andere Frau gegessen, getrunken oder geraucht hat. Dann lieber Milchpulver", so eine Userin, die sich selbst 'Motherof2whobreastfed' nennt. Andere finden Silverstone und ihren 'Vegan-Wahn' einfach nur durchgeknallt.

Dass Alicia Silverstone ihre ganz eigenen Ernährungsansichten hat, steht wohl außer Frage. Man denke nur an das "Ich füttere meinen Sohn Bear Blu wie einen Vogel von Mund zu Mund" Video... Trotzdem ist ihre 'Milch-Bank' in meinen Augen eine gute Idee. Im Grunde tut sie ja nichts anderes, als willigen Müttern über ihre Webseite die Möglichkeit zu geben, miteinander in Kontakt zu treten. Übrigens ohne daraus selbst in irgendeiner Weise Profit zu schlagen. Einen Schuh, den sich wohl die wenigsten Promis anziehen können. Sie sagt, sie denkt lediglich an "die vielen Babies, die wir zusammen aufziehen können." Ob sie bald selber vorhat ihre Muttermilch Silverstone soll ja mit Baby Nummer zwei schwanger sein übers Internet unters vegane Volk zu bringen, ließ sie allerdings vorerst offen.

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur.

'Muttermilch-Bank': Gute Idee oder grenzwertig?
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