"Musik war mein Plan B"

"Musik war mein Plan B"

Amy MacDonald ist ein Phänomen im heutigen Musikbusiness. Die erst 22-jährige schottische Songwriterin hat mit ihrem Debütalbum “This is the Life” vor zweieinhalb Jahren einen Millionenseller gelandet. Doch statt Jet-Set-Leben wohnt die erfolgreiche UK-Newcomerin weiterhin in einer schottischen Kleinstadt bei Glasgow und freut sich, ein normales Leben abseits von Paparazzi und Promi-Glamour fortführen zu können. Ihr erstes Album hielt sich 36 Wochen in den Top Ten der Albumcharts, verkaufte sich europaweit drei Millionen Mal und bekam allein in Deutschland viermal Platin. VIP.de-Mitarbeiterin Nicole Feybert hat die Sängerin mit der unverwechselbaren Stimme getroffen und sie zu ihrem fast schon unheimlichen Erfolg, ihrem Plan B und ihrer Beziehung mit dem Profifußballer Steve Lovell befragt.

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Hi Amy, du hast einen tollen Karrierestart hingelegt, davon träumt jeder Musiker. Gibt es für dich bislang einen persönlichen Meilenstein?

Da gibt es zu viele, um einen einzigen zu nennen. Mein eigenes Album herauszubringen ist für mich schon ein großes Privileg und ich freue mich, dass die Leute meine Musik hören wollen.

Erinnerst du dich an den Moment, in dem du von deiner allerersten Nummer 1 in den Charts erfahren hast?

Ich glaube, die erste Nummer 1 war in Großbritannien, ... (überlegt kurz) ... mit meinem Album im Januar 2008, ja, ich fuhr in meinem Auto und musste anhalten, als mein Manager mir erzählte: “Du bist Nummer 1". Ich war richtig geschockt. Den Freitag davor war ich auf Platz drei, tausende Verkäufe hinter "Radiohead", die Nr.1 waren, und hinter "Take That". Ich war so happy, in Begleitung solcher Riesenbands gelistet zu sein. Das war unglaublich für mich.

Kannst du immer noch in einen Pub gehen, ohne erkannt zu werden? Wie privat ist dein privates Leben noch?

Es ist sehr privat. Ich werde nicht verfolgt und so gut wie nicht erkannt. Ich lebe ein sehr, sehr normales Leben. Die Leute scheinen darüber immer ein wenig schockiert zu sein, aber mir ist es wichtig, das so beizubehalten. Ich liebe Musik und war nie auf der Jagd nach dem Berühmtsein. Ich war immer in der Lage, mein Privatleben so beizubehalten, wie ich es auch früher gehabt habe.

"Musik war mein Plan B"

Da gibt es einige Personen, bei denen das anders ist....

Ein Teil von dir muss es auch so wollen. Es gibt bestimmte Promis, die von vorneherein viele Leute um sich herum haben wollten und es gar nicht anders kennen. Das ist mir Gott sei Dank nicht passiert. Lady Gaga zum Beispiel wüsste wahrscheinlich gar nicht, was sie mit ihrer Zeit machen sollte, wenn keiner da ist, der ihr hinterher läuft. Ihre ganzen verrückten Outfits rufen ja auch geradezu nach Aufmerksamkeit. Für jemanden, der dieses Image pflegen 'muss', macht sie das sehr cool - eine einzigartige Person. Ich hoffe, dass sie so weitermacht!

Manchmal bedeutet Ruhm auch, ein wenig abzuheben. Bei dir ist das ganz offensichtlich nicht der Fall. Was oder wer hilft dir am meisten dabei, am Boden zu bleiben?

Ich habe eine gute Gruppe von Leuten um mich herum. Meine richtige Familie natürlich, und dann auch meine “Tour-Familie”. Meine Band und Crew. Wir führen ein recht normales Leben auf Tour, mit viel Spaß dabei. Meine Crew hat mir erzählt, dass es eine Menge Künstler gibt, die noch nicht mal mit ihnen oder der Band ein Wort wechseln! Aber da hätte ich doch überhaupt keinen Spaß - ohne sie, die Fans, und die Späße, die wir machen. Ja, und dann gibt's natürlich meine Eltern, meine Schwester, meinen Freund und meine ganzen Freunde, die ich schon so lange kenne. Das hilft mir sehr.

Was ist für dich die beste und was die schlechteste Begleiterscheinung, die mit dem Promi-Dasein einhergeht?

Eigentlich berührt mich das gar nicht so, weil ich mich selbst gar nicht als Berühmtheit sehe. Aber das Beste ist, dass so viele Leute meine Musik hören können. Das schlechte an diesem Dasein ist, dass es viele Falschmeldungen in der Öffentlichkeit gibt. Zitate, die du gar nicht gesagt hast. Die Leute sagen dann “Warum sagt sie das bloß”. Das bleibt dann ewig an dir kleben.

Was würdest du machen, wenn du keine Musikerin geworden wärst? Du hast einmal etwas von einem “Plan B” erzählt...

Das hier war eigentlich mein Plan B. Mein Plan A war es, zur Uni zu gehen! Ich war gerade dabei, mich dort einzuschreiben. Ich wollte Geographielehrerin werden. Aber dann ist alles anders gekommen und mein Plan A wurde zu Plan B. Ich hoffe, dass sich das nicht mehr ändern wird!

Du hast einen Freund, den Profi-Fußballer Steve Lovell. Wie schafft ihr es, eure Beziehung trotz Reisen, Termine, Tour und ständiger Entfernungen aufrecht zu halten?

Ich fliege wöchentlich heim. Im Moment ist das recht einfach, weil ich “nur” auf Promotour bin. Wenn ich auf Livetour bin, ist das schwieriger. So wie meine Touren bislang geplant waren, hatte ich aber jedesmal ein paar Tage zwischen den Auftritten frei. So konnte ich immer zwischendurch nach Hause fliegen.

Du hast unerwartet einen Tag lang frei - keine Show, keine Journalisten, keine Interviews. Wie würdest du den Tag verbringen?

(Lacht und antwortet wie aus der Pistole geschossen)... Ich würde den ganzen Tag im Pyjama versumpfen und fernsehen - mit Schokolade und Süßigkeiten!

Was möchtest Du deinen Fans noch sagen?

Ich möchte gern danke sagen für Euren Wahnsinnssupport in Deutschland. Es ist ein Land, wo ich immer supergerne hinkomme, ich werde hier immer so herzlich empfangen. Danke! .

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