MTV Video Music Awards: Das sind die Gewinner und Verlierer

MTV Video Music Awards: Das sind die Gewinner und Verlierer
Miley Cyrus schockte das Publikum mit ihren seltsamen Outfits immer wieder © Matt Sayles/Invision/AP

Gestern Abend stand Los Angeles ganz im Zeichen der MTV Video Music Awards. Alles, was im Show-Business Rang und Namen hat, hatte sich versammelt, um die erfolgreichsten Musik-Videos des Jahres zu küren. Moderiert wurde die Show von Skandalnudel Miley Cyrus (22, "Wrecking Ball"), die mit ihren knallbunten Outfits allen die Show stahl und tiefe Einblicke gewährte.

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Streit und schräge Auftritte

Die Abräumer des Abends waren zweifelsohne Popsternchen Taylor Swift (25, "Shake It Off") und Rapper Kendrick Lamar (28, "King Kunta"). Ihr gemeinsamer Song "Bad Blood" wurde seiner Favoritenrolle gerecht und räumte den Award "Video of the Year" ab. In dem Video ist Swift gemeinsam mit einem guten Dutzend berühmter Freundinnen zu sehen - von Cara Delevingne (23, "Margos Spuren") bis Lena Dunham (29, "Girls"). Swift und Lamar ergatterten auch den Award für die beste Zusammenarbeit.

Der Rapper aus Compton gewann mit seinem Song "Alright" zudem den Award für die beste Regie und für "Never Catch Me" den Award für die beste Kinematographie. Auch Taylor Swift konnte im Alleingang überzeugen: Ihr Hit "Blank Space" gewann in den Kategorien "Best Female Video" und "Best Pop Video" und setzte sich somit beide Male gegen Beyoncés (33, "Crazy In Love") "7/11" durch. Diese war zwar ganze fünf Mal mit ihrem Song nominiert, gewann aber lediglich den Award für "Best Editing".

 

Nicki Minajs Rache an Miley Cyrus

 

Den Award für das beste Hip-Hop Video nahm Rapperin Nicki Minaj (32, "Bang Bang") für ihren Song "Anaconda" entgegen. Sie nutzte die Gelegenheit, um auf die Lästerattacke von Miley Cyrus zu reagieren. Diese hatte in einem Interview mit der "New York Times" erklärt, dass sie die Rapperin für egoistisch und "nicht besonders nett" halte. Minaj feuerte am Ende ihrer Rede zurück, indem sie laut "People" giftete: "Und jetzt zurück zu der Schlampe, die in der Presse so viel über mich zu erzählen hatte". Cyrus reagierte irritiert, gratulierte ihr dann aber und setzte ihre Moderation fort.

Weniger aufregend waren die Ansprachen von Bruno Mars und Mark Ronson, die für "Uptwon Funk" den Award für das "Best Male Video" entgegen nahmen. In der Kategorie Rock gewannen die Jungs von "Fall Out Boy" mit ihrem ausgefallenen Liebeslied "Uma Thurman". Der Award für die beste Choreographie ging an ihre Kollegen "OK Go", die in "I Won't Let You Down" einen verrückten Tanz mit Regenschirmen und Einrädern aufführen.

Für die besten visuellen Effekte wurde das Video zu "Where Are U Now" des DJ-Duos Skrillex & Diplo ausgezeichnet. Star des Videos ist Justin Bieber, der bei den VMAs seine neue Single "What Do You Mean" erstmals live performte und damit das Publikum begeisterte. Ihn selbst schien sein Auftritt emotional sehr berührt zu haben: Bieber brach auf der Bühne in Tränen aus.

 

Taylor Swift lässt Kanye West ausreden

 

Die ausgefallenste Award-Rede hielt wohl Kanye West, der gemeinsam mit Big Sean (27, "Blessings") nicht nur für "One Man Can Change the World" mit dem Award in der Kategorie "Video With A Social Message" ausgezeichnet wurde, sondern auch den "Michael Jackson Video Vanguard Award" erhielt. Überreichen durfte den Preis Taylor Swift, die humorvoll an ihre unschöne Begegnung mit dem Rapper vor sechs Jahren auf der VMA-Bühne erinnerte. "Ich freue mich sehr für dich und ich werde dich ausreden lassen", sagte sie laut "Us Weekly" in Anspielung auf seine Unterbrechung ihrer Rede damals. West sprach dann nicht nur über seine Vaterfreuden, sondern gab auch bekannt, dass er 2020 als US-Präsident kandidieren wolle.

Für einen noch bizarreren Moment sorgte aber natürlich Miley Cyrus. Nach etlichen Outfit-Wechseln mit seltsamer Dreadlocks-Frisur stürmte sie mit dreißig Drag-Queens die Bühne und performte zum Abschluss der Show ihre neue Single "Dooo It". Überraschend verkündete sie, dass ihr neues Album "Miley Cyrus & Her Dead Petz" online gratis zu erhalten sei.

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