Moritz Bleibtreu wählt den gesunden Mittelweg

Moritz Bleibtreu wählt den gesunden Mittelweg
Moritz Bleibtreu © Cover Media

Moritz Bleibtreu (44) vertraut darauf, seinem Sohn eine gesunde Beziehung zu Technik-Spielereien und auch Social Media mitzugeben.

- Anzeige -

Sein Sohn hat ein iPad

Der Filmheld ('Soul Kitchen') ist Vater eines Sechsjährigen, der seit einiger Zeit stolzer Besitzer eines eigenen iPads ist. Bleibtreu hat dabei genau im Blick, was sein Spross mit dem Tablet anstellen kann:

"Das ist arg reglementiert. Er hat darauf kindgerechte Spiele, Schreibschulen, Videos, Musik und Fotos - damit kann man ja tolle Dinge machen", beschrieb der Hamburger im Interview mit der 'Mopo'. "Ich glaube sogar, dass es fast schon fahrlässig ist, ein Kind heute von der IT-Welt fernzuhalten. Der Fortschritt verlangt vom Kind, dass es nicht den Anschluss verpasst. Es ist meine Verantwortung als Elternteil, da den richtigen Mittelweg zu finden. Nicht die Spielkonsole oder die Schule sind für das Verhalten meines Kindes verantwortlich, sondern ich selbst."

Deswegen darf der Youngster auch noch nicht im Internet surfen - da sei es einfach zu schwierig, als Eltern die Kontrolle zu behalten. Warum es so ein Problem ist, eine Kontrollmöglichkeit einzuführen, ist Moritz Bleibtreu allerdings nicht ganz klar: "Ich wäre dafür, dass Facebook den Account von Leuten sperrt, die andere beschimpfen. Im echten Leben ist das auch so - da kann man auch nicht einfach nach Strich und Faden beleidigen. Soziale Netzwerke schüren eine Aufregung, die keinem guttut."

Um wichtige gesellschaftliche Fragen ging es für Bleibtreu vor Kurzem auch beruflich: Anfang des Jahres war der Schauspieler in 'Schuld' zu sehen, eine Oliver-Berben-Verfilmung des Romans von Ferdinand von Schirach. In der Krimiserie stellte er den Strafverteidiger Friedrich Kronberg dar, der sich dank seiner Fälle auch immer wieder komplexen Fragen zum Thema Moral gegenüber sieht. Im Interview mit der 'Bild' sprach Moritz in diesem Zusammenhang darüber, wie wichtig es ist, sich auch mal entschuldigen zu können:

"In einer Sozialgemeinschaft gibt es nichts Wichtigeres, als das Erkennen und Einstehen für Dinge, die du verbockt hast. Übrigens vor dir selbst genauso. Damit fängt es ja an. Wenn du nicht fähig bist, dir selber zu sagen, oh, das haste verzockt und immer einen anderen hast, der schuld war oder alle böse sind, dann wird's nichts weitergehen im Leben."

Das ist sicherlich auch eine Sache, die Moritz Bleibtreu seinem Sohn beibringen will.

Cover Media

— ANZEIGE —