Moritz Bleibtreu: Vergebung ist alles

Moritz Bleibtreu
Moritz Bleibtreu © Cover Media

Moritz Bleibtreu (43) kann auch zu seinen Fehlern stehen. 

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So funktioniert die Gesellschaft 

Am 20. Februar startete die sechsteilige ZDF-Fernsehserie 'Schuld' mit dem Filmstar ('Nicht mein Tag') in der Hauptrolle als Strafverteidiger Friedrich Kronberg, der mit teilweise bizarren Fällen konfrontiert wird. Dabei stehen natürlich die Themen Schuld, Entschuldigungen und Vergebung im Mittelpunkt.

Sich aufrichtig zu entschuldigen, ist für den Schauspieler ein grundlegender Eckpfeiler für eine gut funktionierende Gesellschaft. "In einer Sozialgemeinschaft gibt es nichts Wichtigeres, als das Erkennen und Einstehen für Dinge, die du verbockt hast. Übrigens vor dir selbst genauso so. Damit fängt es ja an. Wenn du nicht fähig bist, dir selber zu sagen, oh, das haste dich verzockt und immer einen anderen hast, der schuld war oder alle böse sind, dann wird nichts weitergehen im Leben", berichtete er in einem 'Bild'-Interview. 

Ohne Entschuldigungen gäbe es schließlich auch keine Vergebung - laut Bleibtreu eine weitere wichtige Säule unserer Zusammenlebens: "Das Prinzip der Vergebung ist das allheilende Mittel am Ende des Tages. Ohne Vergebung würde nichts gehen."

Mit der Serie, die nach einem Buch von Ferdinand von Schirach gedreht wurde, feiert der gebürtige Münchner nach 18 Jahren sein Fernsehcomeback. Wie kam es zu dem Sinneswandel? "Ich hab mir die Drehbücher durchgelesen und gesehen, dass das tolle Geschichten sind, die das Leben geschrieben hat, und dann einfach Lust darauf bekommen, das zu machen. Ich habe mich jetzt aber nicht bewusst dafür entschieden, wieder ins Fernsehen zu gehen. Genauso wenig, wie ich mich vor Jahren gegen das Fernsehen entschieden hatte", erklärte er in einem früheren Gespräch mit der 'Rhein-Neckar-Zeitung'. Damals wollte der Schauspieler einfach lieber Kinofilme drehen - und landete einen Kassenknüller nach dem anderen. Also blieb er dabei. Doch dann reizten ihn die Geschichten und die Auseinandersetzung mit einem Rechtssystem, die die Serie erzählt, so sehr, dass er sich für die Rolle, die ihm der Produzent Oliver Berben anbot, entschied. 

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