Moritz Bleibtreu: Mein Sohn soll stolz auf mich sein

Moritz Bleibtreu: Mein Sohn soll stolz auf mich sein
Moritz Bleibtreu © Cover Media

Moritz Bleibtreu (43) dreht Kinderfilme vor allem für seinen Sohn.

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Enge Vater-Sohn-Beziehung

Der Schauspieler ('Nicht mein Tag') ist derzeit in dem Kinderfilm 'Rico, Oskar und das Herzgebreche' im Kino zu sehen. Bleibtreu selbst ist Vater eines Sohnes, David (6), und sein Sprössling ist auch einer der Hauptgründe, warum der Schauspieler in letzter Zeit zunehmend Kinderfilme dreht:

"Damit ich endlich auch mal etwas habe, dass ich meinem Sohn zeigen kann. Das ist cool!" sagte Moritz Bleibtreu im Interview mit 'Filmreporter' und fügte hinzu: "Er war auch mit am Set. Für mich war es toll, dass ich ihn endlich mal mitnehmen konnte. Denn langsam kommt mein Sohn in ein Alter, wo er schnallt, dass man seinen Papa irgendwie besser kennt, als andere Väter. Deshalb dachte ich, dass es ganz schlau wäre, ihn mal mitzunehmen und ihm alles zu zeigen."

Laut Bleibtreu waren die Kinderbücher und -filme früher emotional viel anspruchsvoller, in der Kinder- und Jugendliteratur ist seiner Meinung nach kaum etwas Neues von größerer Bedeutung hinzugekommen. Deswegen legt er seinem Sohnemann auch immer wieder die alten Klassiker ans Herz. Überhaupt haben Kinderfilme den Kindern früher mehr abverlangt:

"Ich meine, dass den Kindern damals mehr zugetraut wurde. Heute behauptet man immer, alles wäre so viel krasser in den Darstellungen als früher. Aber das stimmt gar nicht. Es gibt zwar immer wieder Ausnahmen, aber ich finde, dass die meisten Kinderfilme gerade emotional viel lascher sind als das ganze alte Zeug. Guck dir doch mal 'Dornröschen' oder 'Bambi' an. 'Der König der Löwen' war einer der letzten hochemotionalen Kinderfilme. Danach gab es lange nichts", sinnierte der Schauspieler.

'Rico, Oskar und das Herzgebreche' ist laut Bleibtreu jedoch endlich mal wieder ein richtig schöner Kinderfilm, der die Kinder ernst nimmt und mit ihnen erwachsen umgeht. Er zeigt eine urbane Welt, mit der sich die Zuschauer identifizieren können.

Schon in einem früheren Interview mit 'Bild.de' sprach der Filmstar über den Unterschied zwischen den Kinderfilmen von früher und heute und in diesem Zusammenhang auch über die Debatte zur FSK, der Freiwilligen Selbstkontrolle. "Ich finde heutzutage wird bei Vielem mit der Freigabe erst ab 12 Jahren übertrieben. Ich habe in diesem Alter ganz andere Filme geguckt, war da schon ein halb erwachsener junger Mann. Es ist doch eine gesellschaftliche Lüge, dass man denkt Kinder sind Kinder bis sie 14 sind. Die machen doch was sie wollen", befand er. Außerdem hänge das auch stark von der Persönlichkeit des Kindes selbst ab: "Wenn mal mein 12-Jähriger in seiner Persönlichkeit, seinem Charakter, seiner Art so gefestigt ist, dann soll er von mir aus auch 'Rambo' gucken. Ich finde, dass man diese ganzen Dinge nicht so kategorisieren kann", schloss Moritz Bleibtreu.

Cover Media

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