Moderatorin Isabella Müller-Reinhardt: Wurde sie beim BR gemobbt?

Wurde Isabella Müller-Reinhardt beim BR gemobbt?
Isabella Müller-Reinhardt hat beim Bayerischen Rundfunk wohl schlechte Erfahrungen machen müssen © imago/STAR-MEDIA, SpotOn
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Schwere Vorwürfe

Jung, frisch und ein bisschen frech - so kannte man Isabella Müller-Reinhardt (41) als Moderatorin von "Blickpunkt Sport". Von Oktober 2007 bis Mitte 2010 führte die Münchnerin durch die Sendung des Bayerischen Rundfunks. Was man auf den TV-Bildern nicht sah: Hinter den Kulissen herrschte alles andere als gute Stimmung. Im Interview mit dem Branchendienst "Meedia", erklärte Müller-Reinhardt jetzt, dass sie während ihrer Zeit beim BR Opfer von gezielten Mobbing-Attacken war.


"Wie eine Nutte, die aus einem Bordell kommt"


"Ich wurde erstmalig in meinem Leben derart gemobbt, dass ich an psychische Grenzen stieß", offenbarte die heute 41-Jährige. In Redaktionskonferenzen sei sie niedergemacht und optisch mit einer "Nutte, die aus einem Bordell kommt" verglichen worden. Dabei hatte sich Müller-Reinhardt nichts zu Schulden kommen lassen. Im Gegenteil, denn der Sender hatte sie offenbar genau wegen ihrer charakteristischen, unangepassten Art engagiert. "Der BR [...] hatte ein Problem mit Überalterung von Zuschauern. Man wollte lebendiger werden und Formate jungen Menschen öffnen", erinnert sie sich zurück.


Dass es trotzdem zu den Anfeindungen kam, lag wohl an einer ganz bestimmten, nicht namentlich genannten "verantwortlichen Person". Die personellen Veränderungen seien bei dieser auf massiven Widerstand gestoßen. "Es wurde durchgeladen und darauf gewartet, abdrücken zu können", fasst Müller-Reinhardt ihre Erfahrungen zusammen. Andere Kollegen hingegen hätten die Moderatorin damals zwar unterstützt, doch "je mehr Zuspruch ich offiziell bekam, desto größer wurde der Ärger".


Die Stellungnahme des BR


Kurz nachdem die Vorwürfe öffentlich wurden, meldete sich am Freitag der aktuelle BR-Sportchef Klaus Kastan zu Wort. Gegenüber der "Bild" sagte er: "Dass sich Frau Müller-Reinhardt erst jetzt, fast zehn Jahre später mit diesen Vorwürfen meldet, ist bedauerlich und macht es schwierig für uns nachzuvollziehen, ob tatsächlich jemand gemobbt wurde. [...] Wenn Frau Müller-Reinhardt sich damals schlecht und ungerecht behandelt gefühlt hat, bedauern wir dies. Wäre sie heute Mitarbeiterin beim ,Blickpunkt', käme sie sicherlich zu einer anderen Einschätzung."



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