Hollywood Blog by Jessica Mazur

Modenschauen: Ohne Kohle zu zahlen kommt kein Stars

Modenschauen: Ohne Kohle zu zahlen kommt kein Stars
Modenschauen: Ohne Kohle zu zahlen kommt kein Stars © Bildquelle: Splash

von Jessica Mazur

Es gibt Konversationen, die können so nur in Hollywood stattfinden. Ich war gestern auf einem Geburtstag in Beverly Hills eingeladen und kam im Laufe des Abends mit einem Typen namens Sean ins Gespräch. Sean erzählte mir, er sei Agent bei bei CAA. Das steht für 'Creative Artits Agency' und dahinter verbirgt sich eine der größten Schauspielagenturen Hollywoods. Man kann sagen, wer bei CAA unter Vertrag ist, hat es geschafft. Aniston, Clooney, Blanchett, Bullock, Cruise, Diaz... alles CAA-Klienten.

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Doch wie Sean mir verriet, ist er kein herkömmlicher Agent, der Drehbücher wälzt und die Schauspieler auf der Suche nach ihrem nächsten Projekt begleitet. Nein, Sean ist, wie er mir stolz erklärte,'Personal Appearance Agent'. Häh? Was bitte schön macht denn ein Personal Appearance Agent? Ganz einfach, er verhandelt den lieben langen Tag wann, wo und für wie lange sich die Stars bei öffentlichen Veranstaltungen zeigen. Und natürlich ganz wichtig: Wie viel Geld sie dafür kassieren. Sean sagte, dass er eigentlich noch im Büro sitzen müsse, denn schließlich sei in Paris gerade Fashion Week und das bedeute für ihn Hochkonjunktur.

Moment mal, soll das etwa heißen, dass die Hollywoodstars, die bei den Fashion Weeks die erste Reihe besetzen, nicht nur von den Designern ausgestattet werden, sondern für ihr Kommen auch noch bezahlt werden? Jawohl, so mein neuer Personal Appearance Buddy, genau das soll es heißen. Toll! Und was kriegt man so als Star? Das durfte mir Sean leider nicht verraten, aber ich habe mich mal schlau gemacht. Beim 'Hollywood Reporter' bin ich fündig geworden. Dort heißt es, A-List Stars, wie z.B. Rihanna oder Beyonce kassieren für ihr Erscheinen bei einer Fashion Show bis zu 100.000 Dollar. Außerdem werden sie natürlich eingeflogen und eingekleidet. Auch Blake Lively nimmt nicht aus Liebe zur Mode in der ersten Reihe Platz. Sie kassiert angeblich rund 50.000 Dollar für ein bisschen 'Kleider gucken'. Ähnlich viel soll auch Kim Kardashian bekommen, die gerade erst vor zwei Wochen bei der 'Marchesa'-Show in New York neben Tyra Banks und Stacy Keibler in der ersten Reihe saß.

Agent Sean fasste das Ganze mit den Worten zusammen: If the designers don´t pay, the celebrities stay away. Wenn die Designer keine Kohle rüber wachsen lassen, lassen sich die Stars erst gar nicht blicken. Und darum greifen die Designer tief in die Tasche. Der Grund ist klar: Ein Star bei der Show garantiert nun mal eine Menge Presse. Jüngstes Beispiel: Jennifer Lopez. Die sah sich am Dienstag gemeinsam mit Toyboy Casper Smart und Tochter Emme die Chanel-Show in Paris an und die Hollywood Medien waren heute voll mit den Fotos des Trios. Ob Casper und die kleine Emme allerdings auch schon abkassieren, ist nicht bekannt... :)

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur.

Modenschauen: Ohne Kohle zu zahlen kommt kein Stars
© Bild: Jessica Mazur