Mit Power und Soul: Xenia Rubinos

Xenia Rubinos
Xenia Rubinos hat ihren ganz eigenen Stil: Foto: Label © DPA

Es sind wieder mal die Frauen, die im Moment den Pop voranbringen, mit Mut und Emphase. Superstar Beyoncé wurde für ihr neues Album "Lemonade" euphorisch gefeiert, und auch die hierzulande immer noch eher unbekannte New Yorkerin Xenia Rubinos lässt mit ihrem neuen Album "Black Terry Cat" aufhorchen.

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Stilistisch changieren die vierzehn Tracks zwischen Hip-Hop, Soul, Funk und Jazz. Rubinos lässt sich nicht festlegen, nur ihre großartige Stimme bildet ein Kontinuum auf dieser Platte. Inhaltlich setzt sich die Tochter einer Puerto Ricanerin und eines Kubaners mit Klischees auseinander: Als Afro-Latina reflektiert sie über "Brownness", ihr Rapsong "Mexican Chef" mokiert sich darüber, dass in der chicen multikulturellen Szene von Brooklyn die "brown people" am Ende die Drecksarbeit machen. Aber ihre Kritik klingt nicht verbittert, sondern schön spöttisch und kämpferisch.

Und so biedert sich Xenia Rubinos auch musikalisch nicht an, streut sperrige Tracks zwischen schön soulige Nummern wie das grandiose "Don't Wanna Be", und auf dem Cover blickt uns die Sängerin als kleines Mädchen mit Zahnlücke an. Starkes Album.

Live kann man Xenia Rubinos im Oktober in Deutschland erleben. Tourdaten: 27.10., Mannheim, Alte Feuerwache; 28.10., Hamburg, Mojo; 29. 10., Berlin, Kantine am Berghain


dpa
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