Miss Platnum: So krempelt sie die "Popstars"-Jury um

Miss Platnum: So krempelt sie die "Popstars"-Jury um
Miss Platnum ist eine von drei Jurorinnen der neuen "Popstars"-Staffel © RTL II/Severin Schweiger

Mit "Lila Wolken" landete sie vor drei Jahren ihren wohl größten Hit. In der deutschen Hip-Hop-Szene aber ist Ruth Maria Renner (35) alias Miss Platnum nicht erst seit dem Feature mit Marteria (32, "Kids") und Yasha eine echte Größe. Sie arbeitete schon mit Peter Fox (43, "Haus am See") zusammen und nahm im vergangenen Jahr am Bundesvision Song Contest für ihre Heimatstadt Berlin teil. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erzählte die gebürtige Rumänin jetzt von ihrem neuesten Projekt: Sie sitzt neben Stefanie Heinzmann (26, "My Man Is A Mean Man") und Tänzerin Bella Garcia in der Jury der neuen "Popstars"-Staffel (ab Montag, 17.8., 20:15 Uhr, RTL II).

- Anzeige -

Coole Bräute, keine Mäuschen

 

Drei Frauen casten eine Girl-Band - die diesjährige Staffel "Popstars" wird also eine reine Frauenveranstaltung. Wären Sie auch mit von der Partie gewesen, wenn ein paar Männer mitgemacht hätten?

 

Miss Platnum: Ja, klar. Also wenn das Konzept mich nach wie vor überzeugt hätte. Die Hauptsache ist, ich kann so sein wie ich will. Genau deswegen sitze ich in der Jury: Ich kann aus meinem Erfahrungsschatz schöpfen, dann ist mir doch egal, ob da Jungs oder Mädels mitmachen. Ich finde die Suche nach einer Girl-Band interessant, es ist ein schlüssiges Gesamtkonzept. Für meine Entscheidung, als Jurorin mitzuwirken, war das jedoch nicht ausschlaggebend.

 

Frei nach Ihrer letzten Single könnte das Motto der diesjährigen Staffel "Mädchen sind die besseren Jungs" lauten. Glauben Sie wirklich, dass Mädchen mehr drauf haben als Jungs?

 

Miss Platnum: Na klar! Ich bin ja selber ein Mädchen. Ich weiß, dass ich auch ein besserer Junge bin - in manchen Situationen jedenfalls, vielleicht sogar in den meisten. Ich stehe einfach dazu, dass ich eine Frau bin, dass ich die Dinge mache, wie ich sie mache. In der Hinsicht spricht der Song für sich. Ich möchte Mädels und eigentlich allen Menschen sagen, dass es wichtig ist, zu dem zu stehen, was er oder sie ist. Man muss sich einfach treu bleiben und die eigene Mitte finden.

 

Ist das auch etwas, das Sie den Mädchen in "Popstars" mit auf den Weg geben wollen?

 

Miss Platnum: Auf jeden Fall. Es ist wichtig, sich nicht zu verlieren. Jeder fühlt anders und empfindet bestimmte Situationen anders. Es ist nicht leicht, sich nicht beeinflussen zu lassen - von den Medien, oder von irgendwelchen Bewegungen. Es ist wichtig, bei sich zu bleiben. Wenn man dann weiß wer man ist, ist es besonders schön, ein Rudel zu finden. Mit diesem Rudel kann man dann um die Häuser ziehen und das gibt einem das Gefühl, Gleichgesinnte um sich zu haben.

 

Was macht für Sie das Konzept "Popstars" aus?

 

Miss Platnum: Ich finde es toll, dass ich nicht nur beurteile, sondern wirklich mit den Mädchen arbeiten kann. Ich werde ihnen persönliche Erfahrungen mit auf den Weg geben. Mein eigener Weg war ja unkonventionell, eine Casting-Show wäre für mich nie infrage gekommen. Das Konzept dieser Staffel zeigt aber, dass das auch ein Weg sein kann. Es geht nicht darum, dass wir auf Krawall gebürstete Mädchen suchen. Wir wollen Mädchen, die wirklich Bock auf die Band haben. Vor allem aber suchen wir Mädchen, die interessant sind - keine Mäuschen.

 

Ihre Jury-Kolleginnen und Sie sind drei sehr unterschiedliche Typen. Stefanie Heinzmann ist selbst von Stefan Raab gecastet worden und macht eher rockige Musik, Bella Garcia tanzt und Sie sind eher im Bereich Hip-Hop und Rap unterwegs. Wie wird da die Zusammenarbeit?

 

Miss Platnum: Ich glaube, für die Findung der Band sind diese verschiedenen Jury-Charaktere ganz wichtig. Wenn wir immer nur einer Meinung wären, dann würden wir eine ziemlich langweilige Band zusammenstellen. Ich kämpfe auf jeden Fall immer für die Kandidatin, die ich geil finde. Wenn ich denke 'Das ist eine coole Braut und die erkennt man an der Stimme sofort wieder', dann setze ich mich für sie ein. Die anderen Jurorinnen haben da andere Herangehensweisen, das ist auch okay so. Das macht die Band interessant.

 

Worauf freuen Sie sich bei "Popstars" am meisten?

 

Miss Platnum: Ich freue mich einfach darauf, mit den Mädchen zusammenzuarbeiten und sie kennenzulernen. Ich will ihre Beweggründe und ihre Visionen erfahren. Und ich erwarte im Übrigen auch wirklich, dass sie mit einer Vision zu "Popstars" kommen. Die Casting-Show ist eigentlich nur ein Trittbrett; letztendlich müssen sie den Weg alleine gehen. Dafür brauchen sie ein eigenes Ziel - und das ist es, was mich interessiert: Ich will hören, sehen und fühlen, was ihre Ziele sind.

 

Das Ziel heißt ja erstmal Girl-Band. Gab es eine Girl-Band, die Sie selbst in Ihrer Jugend toll fanden?

 

Miss Platnum: Ja, die Sugababes waren wahnsinnig interessante Typen. Die hatten so eine coole Attitüde und haben geile Musik gemacht. Die kann ich heute noch hören. Mit den Sugababes konnte ich mich identifizieren. Die No Angels waren auch sehr interessant, obwohl sie musikalisch gar nicht mein Fall waren. Ich finde, die waren als gecastete Band gut zusammengewürfelt. Aber keine Sorge, wir suchen nicht die neuen No Angels. Musikalisch wird diese Staffel ganz anders!

spot on news

— ANZEIGE —