‚Minions' 3D: Die kleinen gelben Helden erobern die Kinoleinwand

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Bob, Kevin und Stuart machen sich auf nach New York.
Bob, Kevin und Stuart machen sich auf die Suche nach einem neuen Meister.

3,5 von 5 Punkten

Vom kleinen Nebendarsteller zum Star des eigenen Films - welcher Schauspieler träumt nicht davon? Dieses Glück wurde jetzt einer kleinen gelben Bande zuteil, die 2010 in dem Kassenknüller 'Ich – Einfach unverbesserlich' erstmals die Herzen der Kinobesucher im Sturm eroberte. Drei Jahre später feierte der zweite Teil des Animationsabenteuers weltweite Erfolge - was sicherlich auch auf das Konto der kleinen pillenförmigen und Bananenliebenden Tollplatsche ging. Und nun haben die heimlichen Stars der Filme ihr eigenes Spin-off bekommen. Die Minions stürmen im wahrsten Sinne des Wortes in diesem Sommer die Kinoleinwand und drehen in dem gleichnamigen Film in 3D so richtig auf!

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Von Alexandra Mölgen

Sage und schreibe 1,5 Milliarden Dollar haben die Macher von 'Ich – Einfach unverbesserlich' Teil 1 und 2 weltweit eingespielt. Ein kluger Schachzug also, den kultigen Figuren in Latzhose eine eigene Plattform zu bieten. Doch kann man einen ganzen Film mit ihnen füllen? Kann man, aber das Ergebnis wird leider nicht ganz den Erwartungen gerecht. Während die Minions in den zwei Vorgänger-Filmen vor allem durch die klug platzierten Auftritte und oftmals wortlosen Gags die Zuschauer zum Grölen brachten, können sie in ihrem eigenen Film nicht ganz das Niveau halten. Sicherlich sind die Minions noch immer nett anzusehen und belustigen mit ihrer Aussprache und ihrer Planlosigkeit, doch als Zuschauer hat man das Gefühl, dass man regelrecht durch den Film gejagt wird. Es gibt einfach zu viel Handlung für die 91 Minuten Filmlänge.

In 'Minions' (3D) wird die Vorgeschichte der goldigen Wichte erzählt. Woher stammen die Minions und was haben sie in all der Zeit erlebt, bevor sie auf ihren ultimativen Meister Gru aus 'Ich – Einfach unverbesserlich' stoßen? Sehr viel Stoff, den es also nachzuholen gibt – vor allem wenn man bedenkt, dass ihre Geschichte bereits in der Steinzeit ihren Lauf nimmt.

Kevin, Bob und Stuart im neuen Film 'Minions 3D'.
Die Minions drehen in ihrem eigenen Film so richtig auf. © dpa, Universal Pictures

Auch wenn man es bei ihrem Anblick kaum glauben mag, aber die Minions wünschen sich nichts sehnlicher, als einem Bösewicht zu dienen. Doch so ungeschickt wie sie nun mal sind, schaffen es die gelben Männchen immer wieder ihre Bosse auf die skurrilste Weise um die Ecke zu bringen. Nachdem auch ihr letzter Boss das Zeitliche segnet, ziehen sich die 'arbeitslosen' Minions aus Kummer in eine Eishöhle zurück. Schnell geplagt von der Langeweile, beschließen Bob, Stuart und Kevin im Namen aller in die große weite Welt zu ziehen und einen neuen Schurken für sich zu gewinnen. Angekommen im New York der 60er-Jahre, bekommen sie dort Wind von einer Schurken-Konvention – dort versammelt sich alles, was in der Welt des Bösen Rang und Namen hat. Das Trio wird schnell fündig: Die gerissene Scarlett Overkill soll ihre neue Chefin werden. Und laut dem bekannten Sprichwort 'Das Glück ist mit den Dummen', können Bob, Stuart und Kevin die Schurkin von sich überzeugen. Ihr erster Auftrag hat es aber ganz schön in sich: Sie sollen der Queen von England die Krone stehlen und Scarlett damit zur Königin machen. Natürlich geht dabei so einiges schief …

Kurzum: Wer ein Fan der beiden 'Ich – Einfach unverbesserlich'-Filme ist und nicht genug von den Minions bekommen kann, der sollte sich die gelbe Invasion in diesem Sommer nicht entgehen lassen. Auch wenn die Umsetzung der Story nicht zu 100 Prozent gelungen ist, so geht man Dank des unerschütterlichen Optimismus der Minions mit einem guten Gefühl aus dem Kino. Vor allem das Ende wird viele einen Schmunzler ins Gesicht zaubern.

Kinostart: 02. Juli 2015

Genre: Animationsfilm

Originaltitel: Minions 3D

Filmlänge: 91 Minuten

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