Hollywood Blog by Jessica Mazur

Milla Jovovich: Ihre Schlafgewohnheiten lösen hitzige Mama-Diskussion aus

Milla Jovovich
Die zweifache Mutter Milla Jovovich darf sich in Sachen Kindererziehung im Moment einiges anhören ... © picture alliance / Geisler-Fotop, Daziram/Geisler-Fotopress

von Jessica Mazur

Promi-Mama zu sein hat hier in Hollywood jede Menge Vorteile. So ist es zum Beispiel unglaublich günstig. Denn als Celebrity bekommt man fast alles hinterher geworfen. Kleines Beispiel: Eine Bekannte von mir arbeitet in der Product Placement Abteilung von Warner Bros. Sie wird nicht nur zugeschüttet mit allen möglichen Baby-Artikeln, um diese möglichst unauffällig in den verschiedenen Serien und Shows des Studios unterzubringen. Sie hat auch die Aufgabe, die Artikel kostenlos an Stars weiterzugeben. Kinderwagen, Autositze, Babybetten, Flaschen, Milchpumpen, Baby-Carrier, Outfits ... Sprich, wer in Hollywood Rang, Namen und Braten in der Röhre hat, bekommt die komplette Erstausstattung gratis. Der Grund ist klar: Die Hersteller spekulieren darauf, dass z.B. ein Foto des Promis mit Kinderwagen oder ein Selfie mit Babybett o.ä. im Hintergrund abgedruckt oder gepostet wird und die Verkaufszahlen dadurch in die Höhe schnellen. Nicht schlecht.

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ABER: Es hat auch seine Nachteile, wenn man als „Person des öffentlichen Interesses“ plötzlich Mama wird. Warum? Weil irgendwie jeder zu glauben scheint, Mitspracherecht zu haben, wenn es um das Thema „Promis und Kindererziehung“ geht. So bekam Katie Holmes eins auf den Deckel, weil sie ihre Suri in Plastik High Heels herumlaufen ließ. Victoria Beckham erntete jede Menge virtuelles Augenverdrehen, weil Harper mit drei Jahren noch immer am Schnuller nuckelte, und Angelina Jolie könnte mit den Meinungen zu den Outfits ihrer Kinder sicher ganze Bücher füllen. Im Moment ist es allerdings Milla Jovovich, die sich jede Menge böse Kommentare zum Thema „Kindererziehung“ anhören darf. Seitdem die Schauspielerin und zweifache Mama in der vergangenen Woche verraten hat, dass sie großer Fan des so genannten Co-Sleepings ist und ihre sieben Jahre alte Tochter jede Nacht mit im Ehebett schläft, ist Milla Mittelpunkt hitziger Mama-Diskussionen.

Jovovich sagte, sie habe sich ihr Schlaf-Modell von Müttern in der Dritten Welt abgeguckt, die ihre Kinder den lieben langen Tag überall mit hinnehmen. Die Ansichten der westlichen Welt, dass jeder sein eigenes Zimmer haben sollte, würden hingegen dafür sorgen, dass sich Familienmitglieder von einander absondern. Ein Statement, das nicht nur von E!Online, People Magazine und Co. wiedergegeben wurde, sondern sich auch schnell auf den gängigen „Parents“-Seiten im Netz verbreitete. Mit dem Ergebnis, dass Mütter (und ein paar Väter) seit Tagen über Millas Schlafgewohnheiten diskutieren. Die Ansichten reichen dabei von „Etwas Besseres gibt es für Kinder nicht.“ bis hin zu „Geht echt gar nicht.“ und „Jedes Jahr sterben Babys beim Co-Sleeping. Milla Jovovich ist eine Gefahr für ihre eigenen Kinder!“

Ja, das sind dann die Momente, in denen ich froh bin, keine Promi-Mama zu sein. So interessiert es zum Glück keinen, dass meine Tochter nachts ab und an noch Milch bekommt, oder dass sie, wenn sie weint, zu uns ins Bett kommen darf, weil ich einfach zu müde bin, mich auf nächtliche „Diskussionen“ mit einer Eineinhalbjährigen einzulassen ... In diesem Sinne Happy Belated Mother´s Day! Mein Motto in diesem Jahr: #Whateverworksforyou... :)

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur.

Milla Jovovich: Ihre Schlafgewohnheiten lösen hitzige Mama-Diskussion aus