Mikkey Dee: Der Motörhead-Drummer im Interview

Mikkey Dee: Der Motörhead-Drummer im Interview
Kautabak gehört zu Mikkeys ständigem Begleiter ...

"Der Dschungel war hart!"

Mikkey Dee ist seit 1992 Schlagzeuger in der Kultrockband Motörhead. Im Interview spricht er über das neue Album, seinen Kampf im Dschungel und Carl Gustaf von Schweden.

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Welcher ist dein Lieblingssong auf dem neuen Album?

Mikkey Dee: Ich habe eigentlich keinen favorisierten Song auf dem Album. Wenn mir heute zwei Songs gefallen, kann es sein, dass ich morgen einen anderen viel lieber mag oder mir in einem Monat wieder zwei andere Songs besser gefallen. Dies ist definitiv ein Album, das mit jedem Hören wächst. Wenn eine Platte schnell reingeht, dann geht sie meistens auch wieder schnell raus aus dem Kopf. Die zwei neuen Songs "Get Back In Line" und "I Know How To Die", die wir im Moment live spielen sind sehr melodische straighte Rocker im typischen Motörhead-Stil und gefallen mir deswegen besonders gut.

Was ist dein Lieblings-Motörhead-Song?

Mikkey: Hmm...? Ich habe eigentlich keinen richtigen Lieblingssong, ich mag viele unserer Songs sehr gerne. Aber wenn es darauf ankäme, würde ich "In The Name Of Tragedy" nehmen, weil das ein sehr abwechslungsreicher Track ist.

Du warst Teilnehmer der schwedischen Version von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus". Welchen Platz hast du im Dschungel-Camp gemacht?

Mikkey: Ich bin Dritter geworden.

Was ist härter, der Dschungel oder das Rock 'n' Roll Business?

Mikkey: Am Anfang sagte ich zu den anderen Teilnehmern: Ich werde die Sache hier sowieso gewinnen, ich bin den Dschungel gewöhnt. Mit Motörhead Jahr für Jahr auf Tour zu sein, ist wie ein verdammter Dschungel! Also ich freue mich immer noch darüber, dass ich da mitgemacht habe. Drei Wochen im Dschungel waren wirklich eine sehr intensive Erfahrung. Das war wirklich super hart. Am Anfang war das keinem von uns bewusst. Wir trugen zwar ständig unsere Mikros, waren aber völlig auf uns allein gestellt dort im Dschungel. Ich dachte zwischendurch: Ach scheiße, ich bin doch Mikkey Dee von Motörhead, ich muss nur mal kurz telefonieren und regel hier alles. Aber nichts da, nur diese verdammten Pflanzen überall. Ich musste mich sogar vorher einer zweitägigen Untersuchung unterziehen, nur um mitmachen zu dürfen.

Carl Gustaf ist ein "Party-König"

Was ist deine Lieblings-Biermarke hier in Deutschland?

Mikkey: Oh, das ist jetzt wirklich eine schwierige Frage. Ich mag gerne Kölsch. Das ist doch das Bier aus den kleinen Gläsern, oder? Bier aus Bayern ist aber auch mein Fall ...

Wie lange hat es gedauert, eure neue CD "The Wörld Is Yours" zu komponieren?

Mikkey: Normalerweise dauert das etwa einen Monat, was für eine Band ziemlich schnell ist. Dieses Mal war es sogar noch etwas schneller. Wir sind sehr spontan. Wir machen keine Demo-Aufnahmen oder bereiten uns groß anders vor. Wenn wir heute ein neues Album anfangen würden, würde es komplett anders klingen.

Noch eine Frage zum Schluss: Was sagst du als schwedischer Staatsbürger zu den Skandalen eures Königs Carl Gustaf?

Mikkey (lacht): Also ich habe zwei Freunde, die ihn sehr gut kennen, ich habe ihn leider noch nicht persönlich kennen gelernt. Ich finde die schwedische Presse sollte ihm jetzt einmal eine Pause gönnen. Er liebt schnelle Autos, Ferraris, Porsche und er ist ein absoluter 'Party-König'. Ich kann die Situation von zwei Seiten betrachten: Auf der einen Seite die Familie und der repräsentative König, auf der anderen Seite ist er nur ein ganz normaler Mensch, der in diese Scheinwelt hineingeboren wurde. Ich kann verstehen, wenn Leute das unmöglich finden, was alles vorgefallen ist. Ich persönlich betrachte meinen König und meine Königin noch genauso wie immer: Als Repräsentanten von Schweden, die ihren Job immer gut gemacht haben. Das Privatleben sollte uns nicht interessieren ... So what?

Mikkey, vielen Dank für das Gespräch.

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