Miguel kämpft gegen Schubladendenken

Miguel kämpft gegen Schubladendenken
Miguel © Cover Media

Miguel (29) ist es leid, dass die Leute seine Musik aufgrund seiner ethnischen Wurzeln beurteilen.

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Er fordert Fairness

Der Amerikaner ('Coffee') gilt weithin als R'nB'-Star, was ihm allerdings gar nicht gefällt. Er findet, dass seine Musik viel mehr zu bieten hat, als dass man sie in ein Genre pressen könnte. Außerdem hält er es für unfair, dass er bzw. seine Musik aufgrund seiner Rasse stigmatisiert werden.

"Es ist so: Ich kann ein Rockalbum [wie sein aktuelles Album 'Wildheart'] machen und alle haben total Angst zu sagen, dass es Rock'n'Roll ist. Sie sagen, es sei funky. Sie können es sonst wie nennen, aber nicht Rock'n'Roll. Dabei fing Rock'n'Roll letztendlich mit Rhythm and Blues an. Rock'n'Roll wurde am Anfang von Schwarzen gemacht. Meine Musik ist keine Grauzone. Meine ethnische Zugehörigkeit ist die Grauzone. Ich weiß nicht, was den Leuten so eine Angst macht", seufzte Miguel im Interview mit dem Magazin 'Q'.

Wer wagt, sein neuestes Werk ein R'n'B-Album zu nennen, macht den Star vollends rasend. Er ist sich auch absolut sicher, dass es keine Kritik gäbe, die es so nennen würde, wenn die Scheibe von einem anderen Künstler aufgenommen worden wäre.

"Natürlich gibt es auf 'Wildheart' Elemente, die R'n'B-lastig sind, aber man erweist der Musik einen Bärendienst, wenn man sie als R'n'B bezeichnet. Das liegt nur daran, dass ich ein ethnischer Mensch bin. Wenn Justin Timberlake 'Adorn' gemacht hätte, wäre es sofort im Popradio gespielt worden und ich kriege dafür [den Grammy für den besten] R'n'B-Song", war sich Miguel sicher.

Cover Media

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